Die zweifelhafte Sacharbeit der Prostitutionshasser


Pro oder Contra Sexarbeit? Argumente gibt es auf beiden Seiten.
25.04.2019 Wissen

Nur sind die der Befürworter meist stichhaltiger, fundierter, ja werteorientierter. Warum? immerhin belegen doch die Gegner ihre Meinung stets mit Zahlen und Belegen... Schön wär es. Dass jene scheinbar faktenorientierte und studienbasierte Untermauerung nur selten wissenschaftlichen Standards entspricht, meist weder repräsentativ, noch neutral ist und Datensätze teils verkehrt interpretiert werden, haben wir schon häufiger thematisiert (bspw. die Verklärung der Studie "Does Legal Prostitution Increase Trafficking".

Seit Jahren immer wieder gern in die Diskussionen eingebunden wird auch eine "Studie" von Melissa Fraley aus dem Jahr 2002/2003: „Prostitution & Trafficking in Nine Countries“ der Titel. Dass Farleys Arbeit (auch die neuere) und die daraus resultierenden Erkenntnisse mit äußerster Vorsicht zu genießen sind, erwähnen wir hier nicht zum ersten Mal.

Weil die US-Amerikanerin nun sogar Gast auf dem sogenannten „Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen“, einem Zusammentreffen von urkonservativen Hardcore-Prostitutionshassern, war, hat der Verein Dona Carmen eine (vernichtende) Stellungnahme veröffentlicht. Und nicht nur das.

Eine kritische, 53-seitige Auseinandersetzung mit Farley findet sich seit kurzem auf donacarmen.de. Zum Lesen unbedingt empfohlen: https://www.donacarmen.de/kritik-an-melissa-farley-sind-prostituierte-traumatisiert/

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