18-j├Ąhrige Partnerin zur Prostitution gezwungen

14. Februar 2013

Gerichtsprozess im Hessischen Limburg

Leider kommt es deutschlandweit immer wieder zu F├Ąllen von Zwangsprostitution, sowie Erpressung und Misshandlungen innerhalb des Rotlichtmilieus. So wird aktuell in Limburg (Hessen) ein Fall vor Gericht verhandelt, bei dem ein 28-j├Ąhriger Mann seine 9 Jahre j├╝ngere Partnerin zur Prostitution gezwungen haben. Weitere Gerichtsprozesse, bei denen Zuh├Ąlter und Bordellbetreiber auf der Anklagebank sitzen finden zur Zeit in Emmerich/NRW („Fungarden-Prozess“), L├╝nen-Brambauer/NRW (Zwangsprostitution), Augsburg/Bayern (Erpressung auf dem Stra├čenstrich), Bochum/NRW (Kinderpornografie/Zwangsprostitution) oder Hagen/Niedersachsen (Menschenhandel/Zwangsprostitution) statt. Ausnahmef├Ąlle oder Alltag? Kommt darauf an wen man fragt …

Feministinnen und Prostitutionsgegner nehmen solche Ereignisse sofort ins Visier, um damit ihre ├ťberzeugung, Sexdienstleistungen seien fast ausschlie├člich mit Frauenhandel und Zwangsprostitution zu erkl├Ąren, zu untermauern. Hurenorganisationen beispielsweise grenzen beide F├Ąlle ganz klar voneinander ab. Vielleicht sind die ├ťberg├Ąnge ja ab und zu flie├čend, klar muss nur unbedingt sein, dass man sein Weltbild durch differenzierte Betrachtung des Themas formen sollte.

Nur leider ist es f├╝r das Sexgewerbe aufgrund solcher immer wiederkehrender Justiz-F├Ąlle schwierig, in der ├Âffentlichen Wahrnehmung akzeptiert zu werden. Auch wenn es etliche legale und seri├Âse Betriebe und Unternehmen gibt, scheitert der Schritt aus der Schmuddelecke hinaus konsequent.

Aber immer kann nur gelten: bei Verdachtsf├Ąllen m├╝ssen gleicherma├čen Bordellbetreiber, Angestellte aber auch Freier bereit sein, die Moral ├╝ber die Angst/Gier/Profitsucht etc. zu stellen und umgehend Hilfsorganisationen, Polizei oder Justiz einzuschalten. Wer verheimlicht oder verdr├Ąngt, der f├Ârdert …

rmv

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