8. Interdisziplinärer Workshop „Kritische Sexarbeitsforschung“

Gesellschaft für Sexarbeits- und Prostitutionsforschung lädt Anfang November nach Bochum

Zu interdisziplinären Auseinandersetzung mit dem Thema Sexarbeit abseits etablierter und stigmatisierender Diskurse lädt vom 04. bis 06. November die Gesellschaft für Sexarbeits- und Prostitutionsforschung (GSPF). Gemeinsam mit dem Institut für Soziale Bewegungen (ISB) an der Ruhr-Universität Bochum, Madonna e.V. (Treffpunkt und Beratung für Sexarbeiterinnen), der Stadt Bochum und der Österreichischen Hochschüler_innenschaft verfolgt die GSPF das Ziel, Wissenschaftler:innen miteinander zu vernetzen und eine Plattform für den wissenschaftlichen Austausch zu beieten.

Auftakt des dreitägigen Diskurses ist eine öffentlich-hybride Freitagabendveranstaltung unter dem Titel „sex|work|research im Dialog“. Themen des Abends werden sein: „Prekäre FreizĂĽgigkeiten. Mobile Lebenswelten zwischen Sex, Arbeit und (Ost-)Europa in Berlin“ (Ursula Probst – Freie Universität Berlin) und „Diskriminierungskritischer Journalismus? Antifeministische und sexarbeitsfeindliche Tendenzen beim Berichten ĂĽber Sexarbeit“ (Ruby Rebelde). Im Anschluss laden die Organisatoren zur freien Diskussionsrunde.

Die GSPF schreibt dazu: „Die öffentlich-hybride Abendveranstaltung fokussiert den dialogischen Gestaltungsrahmen zwischen den Akteur:innen, hinterfragt verbreitete Wahrnehmungsmuster und hegemoniale Erzählungen von Sexarbeit. Dabei werden zentrale Begrifflichkeiten, deren wissenschaftliche, aktivistische, politische wie auch alltägliche Auseinandersetzung damit, genauer in den Blick genommen. Zudem werden Schwierigkeiten der Repräsentation sowie Leerstellen von einem heterogenen Diskurs besprochen und reflektiert.“

Am Samstag und Sonntag folgt der nicht-öffentliche Workshop „Kritische Sexarbeitsforschung“. U.a. stehen an Tag 1 Vorträge zu den Themen „Die anderen Frauen. Transnationale Perspektiven auf „ausländische Prostituierte“ in Medien und sexuellen Politiken der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts“ (Sarah Frenking – Universität Erfurt), „Gesundheitliche Strategien und Bedarfe von Sexarbeitenden – Diskussion von Daten aus Fokusgruppen im Rahmen eines laufenden Forschungsprojekts“ (ElĂ©onore Willems – Deutsche Aidshilfe) oder „Prostitution als subversiv-emanzipatorische Machtstrategie?“ (Janine Wetzel – Universität Siegen) auf dem Programm.

Abschluss des Wissenstransfers zwischen Wissenschaft und Praxis stellt der Sonntag dar. Gaplant sind auch hier mehrere Vorträge. U.a. spricht Teresa Harrer (Universität Leipzig) zum Thema „WĂĽrde. Macht. Gleichheit? Herausforderungen einer kritischen Sexarbeits-Forschung in der Rechtswissenschaft.“ sowie Tia Morgen (Sexarbeiterin) zu „Queere Sexarbeiter*innen. Ein audiovisuelles Projekt zwischen Kunst & Forschung“.

Deteillierte Informationen zu Programm, Workshop und Anmeldung sind auf https://gspf.info auffindbar.
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