Beispiellose Razzia in Kieler Rotlichtmilieu

29. Mai 2012

Hells Angels im Visier der Ermittler

Seit Anfang des Jahres sind die Hells Angels in der Schleswig-Holsteinischen Landeshauptstadt verboten. Dass deren Mitglieder weiterhin aktiv sind, steht au├čer Frage. Ebenso, dass einige Bandenmitglieder mit Drogen- und Waffenhandel, und im Rotlichtmilieu ihr Geld verdienen.

In der vergangenen Woche f├╝hrte die Polizei nun eine beispielloses Aktion durch. Wie verschiedene Medien berichten, kamen um die 1200 Polizisten zum Einsatz. Rund 90 Objekte, darunter Wohnungen, H├Ąuser, und Bordelle wurden von Einsatzkr├Ąften gest├╝rmt. Insgesamt sollen. dabei 40.000 Euro, verschiedene Handfeuerwaffen und Unmengen an Akten und andere Beweismittel sichergestellt worden sein. F├╝nf Mitglieder der Hells Angels wurden verhaftet.

Es geht in der ganzen Angelegenheit aber nicht ausschlie├člich um Waffenhandel und Prostitution. Laut Polizeiinformationen, gehen die Ermittler gar davon aus, dass sich ein Mitarbeiter der Stadt Kiel, ein Beamten einer Justizvollzugsanstalt und ein Landespolizist der Korruption schuldig gemacht haben. Auch soll sich in einer Lagerhalle der Rocker die Leiche des seit zwei Jahren vermissten Tekin Bicer befinden.

Die Auswertung der Beweismittel bzw. sichergestellten Materialien sowie die Prozesse werden wahrscheinlich noch etliche Monate andauern. Was diese gr├Â├čte Razzia in der Kieler Geschichte letztendlich bewirkt, wird sich zeigen – filmreif war sie allemal.

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