Besteuerung im Rotlichtmilieu

22. Juni 2012

Finanzministerium MV gibt InformationsbroschĂŒre heraus. In verschiedenen Sprachen bei uns erhĂ€ltlich

2002 ist in Deutschland das Prostitutionsgesetz inkraftgetreten. Damit wurde der Berufststand endgĂŒltig legalisiert und anerkannt, demzufolge Prostituierten, Escorts etc. ermöglicht auch z.B. von Renten- und Krankenversicherungen zu profitieren.

Weil sich bislang jedoch nur wenige Prostituierte als Angestellte oder als SelbstĂ€ndige angemeldet haben – aus Furcht oder Unwissenheit – hat das Finanzministerium Mecklenburg-Vorpommern nun eine InformationsbroschĂŒre zum Thema herausgegeben. Huren wird darin kurz und bĂŒndig erklĂ€rt, wann sie als Arbeitnehmerin und wann als Gewerbetreibende zĂ€hlen. Es wird ĂŒber die Lohnsteuerkarte informiert, ĂŒber Werbungskosten, SteuerrĂŒckerstattungen und -FreibetrĂ€ge, ĂŒber Einkommens-, Gewerbe-, und Umsatzsteuer, sowie ĂŒber Rechte und Pflichten gegenĂŒber dem Finanzamt.

Aber keine Angst: Die Angaben umfassen gerade einmal eine A4-Seite und sind einfach und verstĂ€ndlich formuliert. Die BroschĂŒre sowie weitere Informationen sind in den FinanzĂ€mtern Neubrandenburg, Ribnitz-Damgarten und Schwerin erhĂ€ltlich, sie liegt aber auch in unseren BĂŒrorĂ€umen aus. Und das gleich in verschiedenen Sprachen:

– RumĂ€nisch

– Bulgarisch

– Polnisch

– Lettisch

– Ungarisch

– ThailĂ€ndisch

– Englisch

– Estnisch

– Russisch

– Slowakisch

– Vietnameisch

– Tschechisch

– Litauisch

– Deutsch

Letztendlich kann ein ein legales und sozialversichertes ArbeitsverhĂ€ltnis fĂŒr beide Seiten (Staat und Rotlichtgewerbe) nur von Vorteil sein.

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