Cuckolding – wenn Teilen Spa├č macht

18. August 2020

Wissenwertes ├╝ber Cuckolding

Cuckolding ist, wenn du bewusst, aber passiv, dabei zuschaust wie dein fester Partner, mit dem du in einer Liebesbeziehung bist, Sex mit einer oder mehreren anderen Personen hat. Diese Praktik hat seinen Ursprung in der BDSM Szene, in der Dem├╝tigung, Masochismus und Machtdemonstrationen an der Tagesordnung stehen. Alles passiert nat├╝rlich immer im gegenseitigen Einverst├Ąndnis und hat nur ein einziges Ziel: die Steigerung der Lust von beiden Partnern.

Der Unterschied zu einem klassischen Dreier, bei dem sich ein P├Ąrchen eine dritte Person ins Bett holt, liegt eindeutig darin, dass meistens der Mann, in dieser Situation Cuckold genannt, nicht aktiv mitwirken darf. Sollte die Frau zuschauen, bezeichnet man sie als Cuckqueen. Dieser Ausdruck ist abzuleiten von dem englischen Cuckoo und dem franz├Âsischen Coucou was beides ├╝bersetzt, Kuckuck bedeutet. Dieser legt seine Eier bekannterma├čen in fremde Nester. Beim Cuckolding legt sich die bessere H├Ąlfte in ein anderes Bett. Hierbei ist zu betonen, dass die emotionale Bindung zum festen Partner immer gr├Â├čer ist, als die zum Liebhaber.

Der Cuckold ├╝bernimmt den passiven Part des Voyeurs und empfindet Lust dabei die Partnerin dabei zu beobachten von einem anderen Mann befriedigt zu werden. Er verh├Ąlt sich also devot und die Frau zeigt Dominanz. Cuckolding funktioniert in verschiedenen Stufen. Manchen M├Ąnnern gen├╝gt das Wissen, dass ihre Frau mit einem anderen Mann Sex hatte. Andere m├Âchten es live miterleben. Eine f├╝r viele Menschen extreme Variante ist wahrscheinlich, wenn der Cuckold dem aktiven Paar nach dem Akt Essen und Getr├Ąnke serviert oder den Haushalt macht, um sich m├Âglichst unterw├╝rfig zu zeigen. Auch kann die Frau die absolute sexuelle Kontrolle ├╝bernehmen. Das bedeutet, dass sie entscheidet, wann sie mit wem schl├Ąft und der Mann nichts dagegen tun kann, au├čer es zu akzeptieren.

Nun zu den wissenschaftlichen Fakten. Der Grund, dass es erregend sein kann auf diese Weise erniedrigt zu werden, ist, dass Konkurrenzsituationen die Spermienproduktion bei M├Ąnnern anregen. Damit stellt der K├Ârper des Mannes sicher, dass gen├╝gend Munition f├╝r die Weitergabe der eigenen Gene gesichert ist. Dieser Vorgang macht den Mann wild und steigert die Lust auf die Partnerin ins Unermessliche. Au├čerdem wirkt Eifersucht ebenfalls sehr stimulierend. Die Regeln werden vorher festgelegt. Das hei├čt, der Mann darf nat├╝rlich in einigen F├Ąllen nach dem Zuschauen auch selbst ran, wenn sein K├Ârper ihn lange genug in Rage gebracht hat.

Um herauszufinden, ob dein Partner offen f├╝r eine solche Erfahrung ist, hilft nur eines: ein offenes Gespr├Ąch. Bei beidseitigem Interesse w├Ąre der erste Schritt eventuell sich gegenseitig von fiktiven Begegnungen mit anderen Geschlechtspartnern zu erz├Ąhlen. Sollte dieser Dirtytalk Wirkung zeigen, kann man sich gemeinsam einen Porno anschauen. Solltest du noch nie nach Cuckold gesucht haben, wird dich die Auswahl der Filmchen ├╝berw├Ąltigen. Das Schlagwort Cuckold liegt weltweit auf Platz zwei der meistgesuchten Begriffe auf Pornoseiten.

Du und dein Partner solltet euch immer gemeinsam entscheiden, welche Grenzen ihr festlegen m├Âchtet. Beim Cuckolding geht es nie darum den Partner emotional zu verletzen oder etwas hinter seinem R├╝cken zu tun. Deshalb ist es auch keine Form des Fremdgehens, wie es wahrscheinlich f├╝r viele im ersten Augenblick den Anschein hat. Solltet ihr beide Interesse daran haben, etwas Neues auszuprobieren, k├Ânnt ihr zusammen experimentieren und sehen, wo euch die Reise hinf├╝hrt.

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