Der besondere Filmtipp: Hasta La Vista. PflĂĽcke das Leben

16. Juli 2012

Ăśber drei Freunde und ihre heimliche Tour in ein Bordell

Was hat ein Filmtip fĂĽr eine tragikkomische Kinoproduktion in einem Rotlicht-Blog zu suchen? Vielleicht mehr als man im ersten Moment denkt. Denn zugrunde liegender Hintergrund von „Hasta La Vista. PflĂĽcke das Leben“ – so heiĂźt der neue Film des niederländischen Regisseurs Geoffrey Enthoven – ist eine auf realen Tatsachen basierende Reise dreier körperlich behinderter junger Männer, die ihre Jungfräulichkeit in einem Bordell verlieren wollen und dazu eine abenteuerliche Reise beginnen.

Zwar ist der Film eine rührende und gleichzeitig sehr witzige Geschichte über wahre Freundschaft, doch setzt er sich auch unvoreingenommen mit der Sexualität behinderter Menschen auseinander. Und das Thema wird öffentlich ja meist verkannt, tabuisiert oder komplett ignoriert.

Reales Vorbild des Films ist der 1982 geborene Amerikaner Asta Philpot. Der an einer angeborenen Form der Gelenksteife „leidende“ Rollstuhlfahrer tritt mithilfe seiner Asta Philpot Foundation öffentlich dafĂĽr ein, dass auch Behinderte ein aktives Sexualleben haben sollen.

Während eines Spanien-Urlaubs 2006 besuchte er ein legales Bordell mit Zugang für Rollstuhlfahrer, was den Grundstein für ein ungewöhnliches Projekt legte. Er plante einen Trip, zu dem er andere Menschen, die aufgrund ihrer körperlichen Behinderung extreme Schwierigkeiten hatten, romantisch-sexuelle Beziehungen zu finden, einlud, fand trotz Kritik zwei Freiwillige und unternahm mit diesen eine Reise in den spanischen Nachtclub.

Hasta La Vista – jetzt im Kino

rmv

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