Frankreichs Sozialministerin will Prostitution abschaffen

31. M├Ąrz 2011

Paris – Die franz├Âsische Sozialministerin Roselyn Bachelot will k├╝nftig die Kunden von Prostituierten bestrafen. Wie die 64-J├Ąhrige in einem Interview der Zeitung „Le Parisien“ sagte, werde ein entsprechender Gesetzentwurf in K├╝rze dem Parlament zur Beratung vorgelegt. Danach soll nach schwedischem Vorbild der k├Ąufliche Erwerb sexueller Dienstleistungen mit Geld- oder Freiheitsstrafe bestraft werden.

In Schweden trat am 1. Januar 1999 das ÔÇ×Gesetz zum Verbot des k├Ąuflichen Erwerbs sexueller DienstleistungenÔÇť in Kraft. Nach dem Abolitionsprinzip wird angestrebt die Prostitution langfristig abzuschaffen. Die Prostituierten selbst werden bei diesem Prinzip nicht rechtlich belangt, da sie ausnahmslos als Opfer angesehen werden.

Bachelot teilte dem franz├Âsischen Blatt mit, dass sie bereits 2012 mit dem Inkrafttreten des Gesetzes rechne. Man m├╝sse die Freier bestrafen, betonte die Sozialministerin in dem Interview. Vor einer parlamentarischen Kommission sagte sie am Mittwoch: „Anders als einige von ihnen uns glauben machen wollen, gibt es keine Prostitution aus freien St├╝cken.“

In Deutschland wird hingegen nicht auf das Prinzips des Verbotes gesetzt. Nach dem Entkriminalisierungsprinzip wird Prostitution als Form der┬áErwerbsarbeit angesehen und entsprechend geregelt. Dadurch, dass diese entkriminalisiert wird, soll der Ausbeutung der Prostituierten rechtlich┬áentgegengewirkt werden. So weisen die Gegner des schwedischen Modells auch darauf hin, dass die Erfahrung zeigen, dass ein Verbot nicht┬áfunktioniere und die Bedingungen f├╝r die Frauen in den L├Ąndern, in denen das Abolitionsprinzip gelte, dann eher schlechter geworden seien.

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