Gesinnungsjournalismus par Excellenz – WDR siegt beim Propaganda-Wettstreit

11. September 2014

„Bericht aus Br├╝ssel“ vom 10. September kann nur als pure Agitation aufzufassen sein

Gestern thematisierte der WDR in seiner Sendung „Bericht aus Br├╝ssel“ die europ├Ąische als auch die deutsche Prostitutionspolitik. Der Bericht ist noch in der WDR-Mediathek zu sehen. Antun kann man sich das ganze jedoch nicht, weil behaftet mit tendenzi├Âsen, populistischen und kliescheebehafteten Aussagen, Zitaten und Meinungsbildern. Objektive oder gar investigative Recherche ist den Redakteuren bzw. der Autorin Gudrun K. scheinbar ein Fremdwort. So wird ├╝ber 5 Minuten lang ein vor Kriminalit├Ąt, Ausbeutung und Menschenverachtung strotzendes Bild des Rotlichtmilieus gezeichnet. Zudem eines, welches den deutschen Staat zwischen den Zeilen als gewissenlosen Zuh├Ąlter beschreibt, unwillig oder einfach nur unf├Ąhig, diese scheinbar unzumutbaren Zust├Ąnde mal rigoros abzuschaffen.

Tatsachen werden hier verdreht bzw. einfach nur weggelassen. Das Bildmaterial bewusst einseitig ausgew├Ąhlt, so dass es das Gesagte in allen Facetten unterstreicht. Und zur ├ťberspitzung tr├Ągt dann noch der immer wieder sarkastisch und s├╝ffisant besserwisserisch anmutende Unterton der Sprecherin bei.

Ich will hier gar nicht weiter darauf eingehen, was den Bericht im Einzelnen – also mittels Zitaten – so grausig macht. Man brauch sich einfach nur vorstellen, dass der WDR alle, hier auf diesem Blog bereits seit Jahren kritisierten Meinungen, Falschaussagen, und Halbwahrheiten in diesen 5-Minuten-Beitrag gestopft hat. Ein Film der bei einem Propaganda-Wettbewerb den ersten Platz belegen w├╝rde. Meinungsmache par Excellenz. Herzlichen Gl├╝ckwunsch…

rmv

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