Hannover: Kunstaktion zielt auf Diskussionen √ľber Prostitution und Kunst

7. September 2012

Mitmach-Stra√üenkunstprojekt „Strich-Code“ hinterfragt die Themen Intimit√§t, Sexualit√§t, K√§uflichkeit, Kunst und Kommerz

Am 09. September ist gro√üe ‚ÄěEr√∂ffnungsfeier‚Äú im Innenhof des Historischen Museums Hannover. Denn die Aktion „Strich-Code: Eine Schwarmkunstaktion zum Wa(h)rencharakter von Sexualit√§t und Kunst“ ist vollendet. Dazu beklebten vier K√ľnstler um Kerstin Schulz zusammen mit freiwilligen Helfern seit dem 19. Juni S√§ulen, B√§ume, B√§nke und Laternen in der Nieders√§chsischen Landeshauptstadt mit √ľber 6 Millionen neonfarbene Etiketten. Neben den Preisetiketten-Installationen geh√∂ren bzw. geh√∂rten auch Begleitausstellungen mit Lichtskulpturen, Plastiken, Fotografien sowie regelm√§√üige Mitmach-Aktionen zu diesem Gro√üprojekt.

Ziel der K√ľnstler und der Journalistin Susanne Lindau ist es – 10 Jahre nach Inkrafttreten des Prostitutionsgesetzes – den gesellschaftlichen Diskurs √ľber Sexarbeit anzusto√üen. Genauer: die Arbeit sowohl rund um den k√§uflichen Sex als auch um die k√§ufliche Kunst zu hinterfragen – also den Unterschied zwischen Prostituierten und K√ľnstlern zu finden. Die Veranstalter wollen den Diskurs √ľber Wertsch√§tzung, Transparenz, Intimit√§t, Sexualit√§t, K√§uflichkeit, Kunst und Kommerz.

Vom kommenden Sonntag an und noch bis zum 7. Oktober wird Ausstellung „Strich-Code“, die entstandenen Werke sowohl im Innenhof des Historischen Museums, das sich in einen fiktiven Rotlichtbezirk verwandelt hat, als auch in einer Table-Dance-Bar im Steintorviertel, selbst zu einem fiktiven Kunstmuseum umgestaltet, zeigen und √ľber Wert und Wertsch√§tzung von Sexarbeit und Kunst informieren. Ungew√∂hnliches als auch lebendes Ausstellungsobjekt ist Hure Thalia. In einem hautengen, mit Preisschildern √ľbers√§ten Kost√ľm ist die „Stricherin“ in einem K√§fig „eingesperrt“. Gespr√§che mit weiteren Prostituierten sollen vor allem Vorurteile ausr√§umen. Au√üerdem sind F√ľhrungen, Kinofilme, Podiumsdiskussionen und ein Flashmob geplant.

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