Hinter den Kulissen des Artemis

Tagesspiegel.de blickt auf und in das Berliner Gro├čbordell / und mit einer Portion Zynismus auf das Beh├Ârdenvorgehen und die Gro├črazzia von vor zwei Jahren

Am vergangenen Wochenende titelte ‚Der Tagesspiegel‘: „Hinter den Kulissen des Berliner Gro├čbordells. Die Akte Artemis┬á– Zuh├Ąlterei? Menschenhandel? Eine Razzia und ein gescheitertes Verfahren erm├Âglichen tiefe Einblicke in eine Branche unter Verdacht.“ Zwei Jahre nach der Gro├črazzia (unser Bericht hier) von Polizei Staatsanwaltschaft und Steuerfahndung blickt Tagesspiegel-Reporter Sebastian Leber auf den Versuch, Berlins gr├Â├čtes Lusthaus dicht zu machen und deren Betreiber als Schwerkriminelle zu ├╝berf├╝hren.

Der Text ist durchweg lesenswert. Und insbesondere wegen der Portion Zynismus erfrischend. Schon allein weil nach zweij├Ąhrigem Verfahren nichts, also rein gar nichts herauskam. Die anf├Ąnglichen Vorw├╝rfe wie Menschenhandel und Zuh├Ąlterei waren bereits nach einigen Monaten vom Tisch. Aber auch andere Straftatbest├Ąnde wie eine millionenschwere Steuerhinterziehung konnten nie auch nur ansatzweise belegt werden. Jetzt wurde der Prozess eingestellt. Wie der Autor schreibt, vermuteten Beobachter „schon damals, die Anklage sei ein Versuch, wenigstens irgendeine Verurteilung zu erreichen, um nach der Riesenrazzia am Ende nicht v├Âllig blamiert dazustehen.“ Das sei nun aber genau eingetreten. Wir lesen: „Das Kammergericht hatte den Ankl├Ągern schon im Sommer 2016 schlechte Arbeit bescheinigt.“

F├╝r jede Menge Kopfsch├╝tteln gegen├╝ber der Beh├Ârdenwillk├╝r? sorgen auch die Storys des interviewten Betreibers. Z.B.: Weil er t├╝rkische Wurzeln habe, sei diesem in den >>ersten Tagen in Haft alle wichtigen Dokumente auf T├╝rkisch vorgelegt worden. ÔÇ×Was soll das?ÔÇť, habe er gefragt, er k├Ânne doch kaum T├╝rkisch lesen.<<

Auch habe die Berliner Frauenrechtlerin und Anw├Ąltin den ganzen Prozess ger├╝gt. Im Artikel wird sie wie folgt zitiert: „Diese Razzia war nie zum Schutz der Prostituierten gedacht. Sonst h├Ątten sie die Aktion ├╝ber die ganze Stadt verteilen und vor allem die Frauen befreien k├Ânnen, die tats├Ąchlich in Berlin in Wohnungen eingesperrt und zur Prostitution gezwungen werden.“

Apropos Zynismus. Den bekommt man als Leser bis zuletzt vorgesetzt. So habe die Anklage doch noch einen Missstand aufgedeckt. In Form von Orangensaft…

rde

Suchst Du Sex in Rimbach, Odenwald ? Dann starte mit Deiner Suche auf Rotlicht.de entweder auf der Startseite oder nutze die erweiterte Hurensuche.

Scroll to Top