Internet-Pornografie: Politik diskutiert besseren Jugendschutz

15. August 2017

Wieder viel hei├če Luft oder werden bald einheitliche Altersfreigabeverfahren durchgesetzt?

Das Thema ist keineswegs neu, doch echte L├Âsungen hat es bislang nicht gegeben. Das Thema mit den frei zug├Ąnglichen Porno-Seiten im Internet, dem Umgang mit der Altersverifikation und der Strafbarkeit von im Ausland sitzenden Portalbetreibern. Nun ist es mal wieder im Gespr├Ąch (zuletzt 2013). Auch Fokus Online hat sich der Materie angenommen. Dazu der Artikel:┬áÔÇ×Jugendschutz im Netz. Auch die Politik will Sex-Seiten jetzt an den KragenÔÇť.

Ein kurzweiliger und stichhaltiger Beitrag ├╝ber das Ansinnen des Bundesfamilienministeriums oder etwa des Bundesverbandes Erotik Handel, ├╝ber das Problem f├╝r die Strafverfolgungsbeh├Ârden sowie ├╝ber L├Âsungswege seitens der Kommission f├╝r Jugendmedienschutz (KJM) und der Bundespr├╝fstelle f├╝r jugendgef├Ąhrdende Medien (BPjM)ÔÇŽ

Was mal wieder in der ganzen Debatte fehlt, sind Studien und Statistiken ├╝ber den realen Pornokonsum von Jugendlichen sowie dessen Auswirkungen auf die Psyche und die Entwicklung der Heranwachsenden. Denn wie auch beim Thema Prostitution wird beim Thema ÔÇ×PornoÔÇť sehr viel gemutma├čt und gemeint. Die Sch├Ądlichkeit von frei zug├Ąnglicher Pornografie eher hochgespielt als erkannt. So ergab eine 2013 im Fachmagazin ÔÇ×Journal of Sexual MedicineÔÇť ver├Âffentlichte Studie der Universit├Ąt Kopenhagen, dass Pornos nur einen sehr geringen Effekt auf Heranwachsende zwischen 15 und 25 Jahren haben. Auch widerlegt sie die oftmals pauschal vermuteten negativen Auswirkungen, wie generelle Beziehungsprobleme, Aggressionen, zu fr├╝he Geschlechtskontakte oder der Weg hin zur Prostitution.

So oder so, richtig ist, dass der Jugendschutz gewahrt werden muss und Internetpornografie nur f├╝r Vollj├Ąhrige zug├Ąnglich sein sollte. Doch Panik und ├ťberspitzung ist wohl fehl am Platz. Wie die Umsetzung letztendlich aussieht, wird sich zeigenÔÇŽ

rmv

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