Kampagne „Frauenheld Bremen“ startet am 2. Juni

30. Mai 2014

Freier zu fairem und respektvollem Umgang beim Kauf von Sexdienstleistungen aufgerufen

Endlich einmal eine sinnvolle und n├╝tzliche Aktion! Am kommenden Montag wird in der Hansestadt Bremen die Kampagne „Frauenheld Bremen“ gestartet. Diese Kampagne ruft dabei nicht einfach nur plump und ohne Ideen gegen Menschenhandel und die Ausbeutung von Frauen in der Prostitution auf,. Nein, sie nimmt dabei auch die Freier mit ins Boot. Ohne pauschal anzuprangern und zu stigmatisieren setzt sie sich f├╝r fairen und respektvollen Umgang beim Kauf von Sexdienstleistungen ein. Sie will „sensibilisieren, will neugierig machen und auffordern, sich mit dem Thema Achtsamkeit gegen├╝ber Prostituierten zu besch├Ąftigen“. Das langfristige Ziel: „Frauenheld Bremen“ m├Âchte Freier und die allgemeine ├ľffentlichkeit ermutigen, eventuelle Anzeichen f├╝r Menschenhandel und Zwangsbedingungen weiter zu leiten, damit m├Âgliche Betroffene eine Unterst├╝tzung bekommen k├Ânnen.

Laut medialen Ank├╝ndigungen sollen ab dem 2. Juni ├╝ber Wochen hinweg Postkarten, Streichholzbriefchen und Bierdeckel mit Informationen und Kontaktadressen in den Bremer Kneipen verteilt. Das Gesundheitsamt verteilt bei seiner Arbeit Kondome mit Informationen ├╝ber die Kampagne.

Die extra eingerichtete┬áWebseite┬álistet weitere Informationen. Hier finden sich Indikatoren, welche Hinweise f├╝r m├Âglichen Zwang sein k├Ânnen, sowie eine Aufstellung von Freierregeln, also Richtlinien, die beim Kauf von Sexdienstleistungen gelten. Bei Verdacht auf Zwang, kann man(n) sich dort per Email-Kontaktformular oder ├╝ber eine Hotline (0421 ÔÇô 34967 23) ganz anonym melden.

Hinter der Kampagne stehen die Beratungsstelle f├╝r Zwangsprostituierte (BBMeZ) im Verein f├╝r Innere Mission, das Diakonische Werk, die Beratungsstelle f├╝r Prostituierte Nitribitt, das ├Ârtliche Gesundheitsamt sowie die M├Ąnnerarbeit der Bremischen Evangelischen Kirche.

rmv

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