Kann man √ľber Sexarbeit sachlich debattieren?

19. Juni 2013

Mit wenigen Personen schon: Die Rhein-Zeitung sprach mit Renate K√ľnast ‚Ķ

Als im Dezember 2012 das Thema bei¬†G√ľnther Jauch¬†‚ÄúTatort Rotlichtmilieu ‚Äď wie brutal ist das Gesch√§ft mit dem Sex?‚ÄĚ war, habe ich mich¬†hier¬†auf dem Blog ja ausf√ľhrlich √ľber die Sendung ausgelassen. Ein Lob galt damals der Gr√ľnenabgeordneten¬†Renate K√ľnast, der es als die einzige gelang objektiv, rational und realistisch zu sein.

Nun hat die Rhein-Zeitung ein Interview mit Frau K√ľnast ver√∂ffentlicht. Darin steht die 57-J√§hrige u.a. weiterhin zum Prostitutionsgesetz, betitelt die Annahme, das Gesetz w√ľrde Menschenhandel f√∂rdern, als falsche „Kampfthese von einigen“ und √§u√üert sich mit angemessenem Unverst√§ndnis zur Aussage Deutschland sei das „Bordell Europas“. Zwar gibt es in dem Gespr√§ch nichts wirklich Neues zu erfahren, aber steht es doch daf√ľr, dass wenigstens ein paar Personen in der √Ėffentlichkeit f√ľr eine humanistisch und rational gef√ľhrte Prostitutions-Debatte einstehen.

Man fragt sich ja hin und wieder, ob gewisse als Experten zum Thema Prostitution deklarierten Was-Zu-Sagen-Haber sich wirklich mehr als eine Stunde ihres Leben mit der Materie befasst haben oder ob deren Vorab-Lekt√ľre ausschlie√ülich aus zwei BILD-Artikeln bestand. Frau K√ľnast geh√∂rt dankenswerter Weise nicht dazu.

rmv

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