Köln: „Femen Germany“ protestierte vor Bordell

8 Frauen der internationalen Frauenbewegung machten halbnackt auf Missstände des deutschen Prostitutionsgesetzes aufmerksam

Am gestrigen Sonntag, dem 25. November protestierten 8 Frauenrechtlerinnen vor dem Kölner Laufhaus „Pascha„. Die Damen von „Femen Germany“ – der deutsche Zweig der internationalen, 2008 in Kiew ins Leben gerufenen Feministinnenbewegung, grĂĽndete sich erst im Sommer dieses Jahres – zogen dazu in bekannter Manier oben herum blank und somit die Blicke und Aufmerksamkeit der Medien auf sich. „Der Mensch ist keine Ware!“ verkĂĽndeten sie lauthals heraus, fĂĽhrten Plakate mit Aufschriften wie „Freiwillig oder Zwang, kein Freier kann das wissen.“, „Die WĂĽrde des Menschen ist unbezahlbar“ oder „Flatratesaufen ist verboten, Flatrate-Ficken nicht“ mit sich und gaben den anwesenden Journalisten Interviews.

Ort und Datum der Protestaktion war nicht zufällig gewählt. Der 25. November wurde 1999 von der UN-Generalversammlung per Resolution zum „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ bestimmt. Laut verschiedenen Frauenrechtsorganisationen sei Deutschland durch das ihrer Meinung zu liberale Prostitutionsgesetz zu einem „Paradies fĂĽr Zuhälter und Frauenhändler“ geworden. Auf der Facebook-Seite von Femen ist zu lesen: „Billig-Prostitution nimmt in Deutschland stetig zu, während die Medien ein glamouröses Bild zeichnen, das mit der Realität wenig gemein hat. Die Eindämmung von Menschenhandel wird durch die liberale deutsche Gesetzgebung erschwert. FEMEN fordert eine Korrektur der Gesetzeslage, die die Opfer von sexueller Ausbeutung erheblich besser schĂĽtzt!“ Femen stellt daneben jedoch auch klar, dass sie nicht gegen Prostitution an sich seien, jedoch gegen die Ausbeutung von Frauen, wie sie z.B. in Flatrate-Bordellen geschehe.

Das „Pascha“ – nach eigenen Angaben Europas größtes Laufhaus – ist fĂĽr die Aktivistinnen Sinnbild fĂĽr diesen inhumanen Umgang mit Prostituierten.

Nach 30 Minuten oben-ohne-Demo war dann alles wieder vorbei. Die Demonstrantinnen waren abgezogen, der Eingang des Bordells wieder frei und die Journalisten und Fotografen hatten die Fotos und Informationen die sie wollten.

rmv

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