Micaela Schäfer ist ins Rotlichtgeschäft eingestiegen

27. April 2016

Das Nacktmodel phantasiert, dass sich die Balken biegen

Weltweit einmalig, noch nie dagewesen, vollkommen innovativ – Micaela Schäfer, ihres Zeichens Deutschlands bekanntestes Nacktmodel, preist aktuell voller Überschwang ein Onlineportal an, das unverfängliche Sexkontakte möglich macht. Eigenen Aussagen zufolge war sie so sehr überzeugt von dem Projekt, dass sie nicht nur „Botschafterin“ sondern auch Teilhaberin wurde. Das Portal gebe den inserierenden Frauen „ein Stück Freiheit“, freut sich die Schäfer.

Da fragt man sich, was das ominöse Projekt denn ist. Einmal hingeschaut auf die Kurzaffären-Seite shortaffair.com macht sich allerdings schnell Ernüchterung breit. Nichts anderes ist es als eine Werbeplattform für Sexarbeiterin, mit Sitz und Hauptverbreitungsgebiet in der Schweiz! Die vielen wie Schlagworte „Weltneuheit“ und „noch nie dagewesen“ entpuppen sich als Hirngespinst, wenn nicht gar als dreiste Lüge. Ist die Schäfer nun so naiv und unbefleckt, dass sie das glaubt, sie hätte das Internet neu erfunden (die Seite „funktioniert an jedem Ort der Welt“) oder will sie einfach nur die PR-Trommel rühren? Wer weiß. Aber noch was wird schnell deutlich: Hinter dem blumigen Webseitentitel steckt nur ein zweitklassiges Produkt. Nicht besonders bedienerfreundlich, viele leere Seiten, die Aktualität lässt zu wünschen übrig… Da gibt es mindestens ein Dutzend Rotlichtführer im deutschsprachigen Raum, die deutlich mehr Klasse haben.

Frau Schäfer: das war ein Griff ins Klo! Bleibt zu hoffen, dass die enorme mediale Aufmerksamkeit daran nur eine Kurzaffäre ist. Zumal Sie ja selber nicht inserieren…

Update 2020: Die Seite scheint nicht mehr Verfügbar. Zumindest erscheint nun die Meldung: Konfigurationsfehler. Evtl. nur ein temporärer Auswahl oder das komplette Aus?

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