Mit 14 einen Bordellbesuch genehmigt …

9. Oktober 2012

Jugendlicher aus Baden-W├╝rttemberg verkaufte Goldschmuck der Mutter und lud seinen gleichaltrigen Kumpel in den Puff ein

Ein 14-j├Ąhriger Jugendlicher aus dem Raum Karlsruhe hat den Goldschmuck seiner Mutter gestohlen, verkauft und davon sich und seinem Freund einen Bordellbesuch finanziert. Das berichten heute verschiedene Medien – so z.B. auch Spiegel online. Die Jungs wurden zwar beim Goldverkauf gewaltig ├╝ber’s Ohr gehauen und zudem erwartet sie jetzt eine Anzeige wegen Diebstahls, doch lustig ist die Geschichte ja irgendwie. Zumindest haben sich die Fantasien der beiden Jungs erf├╝llt …

Was die Zeitungen und Boulevard-Bl├Ątter thematisch jedoch auslassen und was doch sehr verwunderlich ist, ist die Tatsache, dass es die beiden Fr├╝hreifen nicht nur in das Karlsruher Etablissement geschafft haben, sondern dazu auch noch „bedient“ wurden. Auch wenn ein 14-J├Ąhriger vielleicht mal wie 16 aussehen mag, so kann er doch nicht vort├Ąuschen Erwachsen zu sein. Hei├čt: Wie n├Âtig muss die Hure (bzw. die Huren) das Geld gehabt haben, dass sie sich einem Minderj├Ąhrigen anbietet? Wie muss man sich die sexuelle Pr├Ąferenz der Dame vorstellen? Gut, wenn die Dame selbst zwischen 18 und 22 Jahre ist und der Freier wie 16 aussieht, dann er├╝brigt sich die Frage. Dennoch steht ├╝ber diesem Thema immer noch die Sache mit der Justiz.

Ein kleiner Exkurs:

Laut der am 30. Oktober 2008 vom Bundestag beschlossenen und am 5. November 2008 in Kraft getretenen Neufassung von Artikel 182 des Strafgesetzbuches (Sexueller Missbrauch von Jugendlichen) sind sexuelle Handlungen mit Jugendlichen strafbar.

Nach ┬ž 182 Abs. 3 StGB werden sexuelle Handlungen von mindestens 21 Jahre alten Erwachsenen mit 14- und 15-j├Ąhrigen Jugendlichen bestraft, wenn der Erwachsene „sexuelle Handlungen an diesen vornimmt oder an sich von diesen vornehmen l├Ą├čt“. Dazu muss jedoch festgestellt werden, dass der Erwachsene die ÔÇ×fehlende F├Ąhigkeit zur sexuellen SelbstbestimmungÔÇť des Jugendlichen ausgenutzt hat.

Was hei├čt es nun im obigen Fall? Wahrscheinlich wird die Prostituierte straffrei bleiben, weil die Jungs bewusst, freiwillig und mit dem klaren Ziel Sex zu haben zu ihr gekommen sind. Allerdings m├╝ssten auch erst einmal die Erziehungsberechtigten Anzeige erstatten, sodass es zu einer Verhandlung k├Ąme.

Wie dem auch sei, eine Prostituierte, die etwas auf sich h├Ąlt und nach klaren Prinzipien arbeitet, sollte Minderj├Ąhrige gleich wieder nach Hause schicken.

rmv

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