Jugendschutzgesetz

Abschnitt 2
Jugendschutz in der ├ľffentlichkeit

┬ž 4 Gastst├Ątten

(3) Der Aufenthalt in Gastst├Ątten, die als Nachtbar oder Nachtclub gef├╝hrt werden, und in vergleichbaren Vergn├╝gungsbetrieben darf Kindern und Jugendlichen nicht gestattet werden.


Das Bundesministerium f├╝r Familie, Senioren, Frauen und Jugend f├╝hrt in seiner Brosch├╝re „Jugendschutz – verst├Ąndlich erkl├Ąrt“ aus:

Halten sich Kinder und Jugendliche an einem Ort auf, an dem ihnen eine Gefahr f├╝r das k├Ârperliche, geistige und seelische Wohl droht, sind sie von der Polizei oder der nach Landesrecht zust├Ąndigen Ordnungsbeh├Ârde aus dieser Gefahrenlage zu bringen. Dabei muss es sich nicht um bereits grunds├Ątzlich problematische Orte handeln (z.B. Bordelle, Drogenumschlagpl├Ątze), es kommt auf die konkrete Sachlage an, in der sich ein Kind oder eine Jugendliche oder ein Jugendlicher an einem bestimmten Ort befindet. Eine verlassene Stra├če kann mitten in der Nacht f├╝r orientierungslose Kinder auch ein jugendgef├Ąhrdender Ort sein.

Jugendlichen darf der Aufenthalt in Nachtklubs und Nachtbars zu keiner Zeit und auch nicht in Begleitung eines Erwachsenen gestattet werden. Zu den Nachtklubs und Nachtbars z├Ąhlen auch Angebote wie Stripteasebars, Animierbetriebe, Swingerklubs oder Betriebe der Prostitution.

Bei der Entscheidung, welche Orte im Einzelfall als jugendgef├Ąhrdend anzusehen sind, ist zu ber├╝cksichtigen, dass moralische und sozial┬şethische Grundeinstellungen einem stetigen Wandel unterliegen. Nach heutiger Auffassung sind demnach als jugendgef├Ąhrdende Orte au├čer den bisher genannten anzusehen:

– Orte, auch ├Âffentliche Pl├Ątze und Stra├čen, an denen der Prostitution nachgegangen wird, […]