Prostitution im Altenheim

15. M├Ąrz 2013

Sexualassistentinnen noch nicht ├╝berall anerkannt

Die Welt der Prostitution ist so ├╝beraus vielseitig. Dennoch wird Sexarbeit in der ├ľffentlichkeit meist verallgemeinert dargestellt und fast ausschlie├člich als schlecht und anr├╝chig angesehen. Dass Frauen oder M├Ąnner sich gar freiwillig prostituieren ist in der medialen Wahrnehmung dann auch oft undenkbar. F├╝r die Enttabuisierung von „Sex f├╝r Geld“, setzen sich jedoch immer wieder emanzipierte und engagierte Frauen ein. So auch im langsam wachsenden Bereich der Sexualassistenz. Was ist das, mag sich jetzt vielleicht der eine oder andere fragen. Sexualassistentinnen sind Sexdienstleisterinnen, die ihre Dienste beispielsweise in Altenheimen, Pflegeeinrichtungen oder Behindertenwohnanlagen anbieten. Aber auch f├╝r k├Ârperlich bzw. geistig beeintr├Ąchtigte M├Ąnner und Frauen, denen der Zugang zu ihrer eigenen Sexualit├Ąt sonst verwehrt wird – entweder weil sie nicht die Chance haben, einen Partner zu finden, weil sie bettl├Ągerig sind oder weil sie nicht in ein normales Bordell einkehren k├Ânnen – sind Sexualassistentinnen da.

Bekanntestes Beispiel ist die Niederl├Ąnderin Nina de Vries, die als Pionierin im Bereich Sexualassistenz in Deutschland angesehen werden kann. Aber auch in Berlin hat man erkannt, dass ein erf├╝lltes Sexualleben durchaus auch therapeutische Erfolge erzielen kann. So auch die Organisation Hydra, die dabei Kontaktdaten von Sexdienstleisterinnen an Privatpersonen oder Einrichtungen vermittelt. Stefanie Klee ist eine von ihnen. Und die 51-j├Ąhrige steht voll und ganz zu ihrer Arbeit. Ein Interview mit ihr hat gerade der Berliner Kurier gef├╝hrt. Darin beschreibt Klee ihren Arbeitsalltag, die Bed├╝rfnisse ihrer Kunden und die ├Âffentliche Wahrnehmung. Dabei w├╝nscht sie sich mehr Akzeptanz von Seiten der Gesellschaft. Das Interview ist auf berliner-kurier.de unter dem Titel ÔÇ×F├╝r Sex ist doch niemand zu altÔÇť zu finden. Reinlesen, es lohnt sich!

rmv

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