Prostitutionsverbot? Harald Martenstein bildet sich eine Meinung

10. April 2014

Der Autor und Kolumnist gibt der Anti-Prostitutions-Kampagne mehrfach Contra

Nachdem ich hier im Blog erfreut über die die Beiden Autoren Clemens Meyer und Fritz J. Raddatz und ihre kritischen Texte zur Prostitutions-Hetzkampagne berichtete folgt heute ein weiterer Literat. Zuletzt kritisierte der Corine-Preisträger Harald Martenstein im Onlinemagazin des Deutschen Anwaltvereins das von Alice Schwarzer angestrebte Prostitutionsverbot. Mit Verstand und sprachlicher Raffinesse überführte er die 71-Jährige Emma-Herausgeberin. Z.B. schreibt Martenstein:

„In der von Alice Schwarzer betriebenen Kampagne fĂĽr ein Prostitutionsverbot lebt wieder das alte, patriarchalische Verständnis von Sexualität auf. Beim Sex ist nach dieser Auffassung der Mann immer das Subjekt, die Frau ist immer das Objekt. Er will es, sie lässt es zu. Deshalb mĂĽssen Prostituierte fĂĽr Schwarzer immer Opfer sein, auch wenn einige von ihnen noch so oft öffentlich erklären, dass sie ihrem Beruf freiwillig nachgehen.“

Der ganze Text vom März 2014 ist auf auf anwaltauskunft.de zu finden. Aber auch schon vorher bewertete Martenstein das Thema Sexdienstleistungen, was ich leider erst gestern entdeckt habe. Bei Zeit Online erlaubte er sich eine Meinung – auf die Gefahr hin, dass Alice Schwarzer ihn „verhafte“. Hier zu lesen. Sogar akustisch ist der Autor von „Die Mönchsrepublik. Erotik in der deutschen Politik von Adenauer bis Scharping.“ zu hören. Auf NDR Kultur (vom 28.11.2013) lieĂźt er seine Zeit-Kolumne vor. Reinhören lohnt sich!

rmv

Nachtrag, 28.07.2015: Die Audiodatei ist aktuell nur noch unter www.zeit.de/audio (im Premiumbereich) zu finden.

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