Protestaktion vorbei – Vereinigungen sind sich uneins

19. Juni 2015

Banaler Streit zwischen Dona Carmen e.V. und BesD e.V.

Das geplante „Prostitutionsschutzgesetz“ der Bundesregierung erhitzt die Gem├╝ter der Rotlichtbranche. Verst├Ąndlich, ist es am Ende alles andere als ein Gesetz zum Schutz einer Berufsgruppe. Aus diesem Grund trafen sich k├╝rzlich zahlreiche Sexarbeiter_innen in Fankfurt am Main um gemeinsam zu protestieren und zu informieren.

Soweit alles sch├Ân und gut. Nur haben sich im Nachgang einmal wieder die Beratungsstelle Dona Carmen und der Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen (BesD) in der Wolle. Grund: eine doch etwas ungl├╝ckliche Formulierung bzw. ein Vorwurf des Frankfurter Vereins bez├╝glich des Fernbleibens anderer Fachberatungsstellen und im Speziellen gegen den BesD. Darin wird namentlich auch die Pressesprecherin des Verbandes und die ├ľffentlichkeitsarbeit dessen angegangen. Die Gegenwehr lie├č nicht lange auf sich warten. In einer Stellungnahme zeigte sich der BesD entt├Ąuscht ├╝ber diesen Schnitzer.

An dieser Stelle muss ich dem Verband in folgendem Punkt v├Âllig Recht geben. Denn wie es auf dessen Homepage hei├čt, „gibt es unterschiedliche Herangehensweisen und Meinungen in einigen Bereichen von Aktivit├Ąten. Das ist vollkommen in Ordnung, da wir ja auch unterschiedlich sind in unserer Art.“ Wer also nicht mitmacht bei Demos, hat seine Gr├╝nde und die sind selten Gleichbedeutend mit einer Ablehnung des transportierten Inhalts. Zudem ist es taktisch sehr unklug, sich zum jetzigen Zeitpunkt gegenseitig anzugehen, und das ├Âffentlich, obwohl man mehrheitlich doch die gleichen Interessen vertritt.

Die Artikel von Dona Carmen „Wir haben Flagge gezeigt!“ und vom BesD „Stellungnahme zu den erneuten verbalen Angriffen von Dona Carmen“ kann man ├╝brigens auf deren Homepages lesen.

Meine Damen, hier mein Vorschlag: Zusammenrei├čen und wie immer auf allen rechtm├Ą├čigen Wegen (Demos, Pressemitteilungen, Petitionen, Mitarbeit an Runden Tischen, Gespr├Ąche mit der Politik etc.) gemeinsam an einem Scheitern des Gesetzesvorhabens in seiner jetzigen Form arbeiten!

rmv

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