Welche Partei w├Ąhlt man eigentlich als Sexworker?

Frau gibt Stimmzettel ab

Am 26. Mai 2019 sind Europawahlen.

Vielleicht hat sich ja mal der ein oder andere Sexworker gefragt, welche Partei man eigentlich w├Ąhlen kann, wenn die eigenen Arbeitsrechte vertreten und gest├Ąrkt werden sollen. Bislang kommen da auf Bundesebene eher nur die Oppositionsparteien Die Linke und B├╝ndnis 90 die Gr├╝nen in Frage. Zumindest haben deren Bundestagsabgeordnete sich in punkto ProstSchG klar gegen das Gesetz und f├╝r eine arbeitsrechtliche Gleichstellung der Prostituierten positioniert. Wenn auch auf Landesebene nicht immer ein gemeinsamer Nenner zur Prostitution gefunden wird. Extremes Negativbeispiel ist da sicherlich die Wiesbadener Lokalpolitikerin Manuela Schon (Die Linke – bis 2017?), die seit Jahren mit fragw├╝rdigen und wahrheitsverzerrenden Methoden ihre Abneigung gegen Sexarbeit verbreitet (u.a. ├╝ber das Projekt „Abolition 2014“). Selbst bezeichnet sich die aktuell im Amt der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten in Darmstadt befindliche Soziologin ├╝brigens als Radikalfeministin. Aber Schluss, jetzt soll Frau S. keine Plattform geboten werden… Zur├╝ck zum Eigentlichen.

Neuestes Mitglied im politischen Geschehen (wenn auch schon seit 2014) ist die noch kleine Partei „Die Humanisten“. Auf ihrer Agenda positionieren sie sich klar f├╝r eine selbstbestimmte Sexarbeit (siehe hier). U.a. hei├čt es:

„Wir treten f├╝r ein liberales Deutschland ein, in dem Menschen selbst ├╝ber ihren K├Ârper bestimmen k├Ânnen. Wir fordern eine Gleichstellung von Sexarbeit mit allen anderen Berufen. Es ist es ein Job wie jeder andere. F├╝r geleistete Arbeit erh├Ąlt man ein Dienstleistungs-Honorar. Regulierungen in dieser Branche sind sehr wichtig, sollten aber stets den Schutz der Sexarbeiter im Fokus haben. Sie sollen ihren Job frei von gesellschaftlicher ├ächtung oder staatlicher Bevormundung aus├╝ben k├Ânnen.“

W├Ąre doch mal eine Idee f├╝r die diesj├Ąhrige Europawahl…

rde

Nachtrag, April 2019: Die Stellungnahme ist so nicht mehr online. Anstatt der Beitrag „Sexarbeit: My body, my choice

Weiterhin haben die Humanisten mit einem ungesch├Ânten Faktencheck zum schwedischen Modell nachgelegt.

Nachtrag, 23.04.2019: Wir haben eine nette Mail mit dem Hinweis bekommen, dass die Stellungnahme nun wieder online ist.

Au├čerdem gibt es einen neuen Beitrag: „Neuseelands Liberalisierung der Sexarbeit ÔÇô ein Erfolg?“

Danke f├╝r die ehrliche Auseinandersetzung mit dem Thema…!

Nachtrag, 12.05.2019: Auch Josefa Nereus hat sich mit dem Thema Wahlen besch├Ąftigt. Ihr Video dazu findest Du auf Youtube bzw. auf Facebook.

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