Lackschuhe raus und auf Gaben warten

Ein Gedankenspiel um den Nikolaus – Vom Sugardaddy zum Schutzheiligen

Und jährlich grĂĽĂźt der Geschenkebrauch. Morgen ist es wieder so weit. Dann nämlich streift erneut jener in langem Mantel gewandete Philanthrop und Schuhfetischist durch die Lande um scheinbar völlig selbstlos die Menschen zu erfreuen… Nun gut, wer diesem Herrn Nikolaus, so dessen ĂĽberlieferter Name, und seinem Ritual glauben schenken mag, fĂĽr den gilt: Stilettos raus und auf die Gunst des wundersamen alternden Bartträgers hoffen. Der Tradition zufolge hinterlässt er seinen Anhängern nämlich reiche Gaben und Spenden.

Doch Vorsicht vor Nachahmern. SchlieĂźlich ist der eigenwillige Heilige schon seit etwa 1700 Jahren tot. Wer heutzutage also unter seinem Namen in die Wohnungen eindringt, kann folglich nicht jener Bischof Nikolaus von Myra in persona sein. Handelt es sich bei diesen Kopisten etwa nur um einfache JĂĽnger ihres Vorbildes? Sind es Imitatoren, die selbst nur einen speziellen Hang zu Schuhen und antiquiertem Bekleidungstraditionen haben? Sind es gar ordinäre Männer, die schlicht den Stereotypus eines „alten weiĂźen Mannes“ symbolisieren wollen? Das ĂĽbrigens entgegen der Tatsache, dass der ursprĂĽngliche Nikolaus (wider zahlreicher Abbildungen) in der heutigen TĂĽrkei geboren wurde, ergo nicht „weiĂź“ gewesen sein kann.

Und dann haftet dem einstigen Bischof noch eine ganz andere Geschichte an. Ohja, auch im 20. und 21. Jahrhundert ist das so eine Sache mit Bischöfen, Pristern und den ihnen anhaftende Geschichten. Pfff. Der Legende nach habe der Herr Nikolaus (da war er noch nicht Episkopos) drei Jungfrauen vor der Prostitution bewahrt. Hört hört. Angeblich hätte deren verarmter Vater sie anschaffen lassen, weil er die Mitgift für deren Ehe nicht aufbringen konnte. Es heißt, als Nikolaus davon erfuhr, warf er in drei aufeinanderfolgenden Nächten Gold durch das Fenster ihres Schlafzimmers und rettete sie so vor dem Schicksal in der Sexarbeit. Nobel. Auch weil das Gold Teil seines eigenen Erbes war.

Ein bemittelter Geistlischer einer patriachalischen, klerikalen Gesellschaft wird der Schutzheiliger der Jungfrauen…. Hmmm … Wenn man so darüber nachdenkt, dann klingt das schon irgendwie komisch, oder? Genau!

Die drei „Jungfrauen“ haben es dem Nikolaus ganz besonders angetan.

Vielleicht trug es sich einst im alten Lykien ja auch ganz anders zu:

Ein frommer Vater hatte drei jugendliche Töchter. Doch weil die Familie arm war, blieb ihnen die Möglichkeit, in Häuser außerhalb ihres Standes einzuheiraten, verwehrt. Dennoch waren die jungen Frauen begehrenswert, sehr sogar und vermutlich auch den leiblichen Freuden nicht abgeneigt. In der Folge kam es zu standesübergreifenden Avancen und promiskuitiven Treffen. Am ertragreichsten waren natürlich die heimlichen Meetings mit einem ganz besonderen Sugardaddy. Einer, der wegen seines Standes niemandem aus dem Bauernvolke ehelichen durfte. Noch dazu einer, der wegen seines Glaubens eigentlich gar keine Ehe eingehen durfte. Doch wie es nun mal so ist, kam es auch in Lykien zu Gerede besonderen Außmaßes. In der Bevölkerung machten sich zunächst Geschichten breit, dass es im Umfeld der drei ärmlichen, dazu aber überaus hübschen Schwestern zu sittenwidrigen Treffen käme. Da wollte und durfte Herr Nikolaus natürlich nicht mit in Verbindung gebracht werden. Zumal diese heimlichen Sextreffen mit einem Schlag die ganze Karriere ruinieren würden.
Ein Plan musste also her. Gut, dass Geld und Ansehen bekanntlich Macht verleihen und Wege öffnen. Und wenn es der alte Sugardaddy richtig anstellt, dann wird der Plan nicht nur gut, sondern perfekt. Er könnte legendenbildend sein. Nikolaus musste dafür einfach nur in die Offensive gehen. Er wird dafür zum selbstlosen Gönner. Erst unerkannt, dann über bewusst durchsickernde Anhaltspunkte offiziell.
Gesagt, getan: Nikolaus ĂĽberhäuft also zuerst Vater und Töchter mit einem Teil seines Erbes (in Form von drei Säckchen mit GoldmĂĽnzen). Dann setzt er den Vater ĂĽber Umwege ĂĽber den Ursprung des Geldes in Kenntnis. Dieser läd ihn anschlieĂźend zu den Hochzeiten seiner Töchter ein und macht dort den Namen des Wohltäters öffentlich. Nikolaus gibt sich bescheiden und erzählt die Story von seinem Ansinnen, die drei „Jungfrauen“ aus der Armut zu holen und so vor der Prostitution zu bewahren. Alle applaudieren und zeigen ihre Bewunderung. Nikolaus freut sich wie ein Honigkuchenpferd. Wie schlau er doch ist: Erst hatte er den geilsten Sex ever, dann verteilte er nur ein wenig Erbe um und seine Karriere war gerettet. Mehr noch, Nikolaus wird zur Legende. Was er nicht weiĂź: postmortem sogar und ĂĽber Jahrhunderte hinweg zum Heiligen und Schutzpatron.

Und was meint ihr? Welche Geschichte findet ihr besser?

rde

Suchst Du Sex in Kreuzau ? Dann starte mit Deiner Suche auf Rotlicht.de entweder auf der Startseite oder nutze die erweiterte Hurensuche.

Scroll to Top