Diskussion um das Prostitutionsgesetz rei├čt nicht ab

21. Dezember 2012

CDU und CSU kriminalisieren das ganze Milieu

Anl├Ąsslich der k├╝rzlich ├╝bertragenen G├╝nther Jauch Sendung und des besagten ARD-Tatorts scheint die Diskussion ‚pro und contra Prostitution‘ wieder mehr in den Focus ger├╝ckt zu sein. In den letzten Tagen meldeten sich eine Menge erzkonservative und pr├╝de CSU-Politiker und -Funktion├Ąre, wie z.B. Hans-Peter Uhl oder Stephan Mayer, um ihre kruden Ansichten zu verbreiten.

Dabei bedienen sie sich mit den bekannten Floskeln, Vorurteilen und Falschbehauptungen. Man sollte meinen, dass sich Innenpolitiker ernsthaft mit einem solchen Thema auseinandersetzen, bevor sie sich zu Wort melden.

W├Ąhrend viele Zeitungen und Onlinemedien diese Meinungsmache ohne Gegendarstellungen aufgreifen und abdrucken, gibt es gl├╝cklicherweise auch Redaktionen mit journalistischem Anspruch. Auch die „Junge Welt“ beschr├Ąnkt sich nicht nur auf ├äu├čerungen von CDU-M├Ąnnern und Alice Schwarzer. In einem heute ver├Âffentlichtem Interview l├Ąsst sie die Sprecherin des gemeinn├╝tzigen Frankfurter Vereins Do├▒a Carmen, Juanita Rosina Henning, zu Wort kommen. Darin kritisiert Henning dass die „erzreaktion├Ąre“ Feministin auf einem „religi├Âs motivierten Kreuzzug“ „im feministischen Tarnm├Ąntelchen“ sei. (Unter dem Titel „Sie fordert unentwegt Polizeirazzien“ ist das Interview auf jungewelt.de zu lesen.)

Der K├Âlner Stadtanzeiger berichtete auf seinem Onlineportal unter dem Titel „Neue Regeln f├╝r die Prostitution“ ├╝ber die Debatte. Kommen am Artikelanfang noch die Gegner des Gewerbes zu Wort, sind es im zweiten Teil z.B. die Vorstandsvorsitzende der Frauenorganisation Terre des Femmes, Irmingard Schewe-Gerigk, sowie Juanita Rosina Henning. „Wir sollen entrechtet und kriminalisiert werden“, so die Do├▒a-Carmen-Mitarbeiterin gegen├╝ber der Zeitung. Mit Sorge sieht sie das Vorhaben der Union, welches eine Total├╝berwachung der Frauen zur Folge habe.

rmv

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