„Hure spielen. Die Arbeit der Sexarbeit“

23. September 2014

Lesereise mit Autorin Melissa Gira Grant startet in Berlin

Die amerikanische Journalistin und ehemalige Sexarbeiterin Melissa Gira Grant hat ein Buch geschrieben. Der deutsche Titel: „Hure spielen. Die Arbeit der Sexarbeit“. Ab Oktober wird sie nun auf Lesereise gehen, 4 Termine sind geplant. Die Rosa Luxemburg Stiftung, als Veranstalterin, schreibt dazu:

In der Debatte um ein Verbot der Prostitution kommen Sexarbeiterinnen (und erst recht Sexarbeiter) kaum selbst zu Wort. Dabei fällt auf, dass auch viele Feministinnen ein Verbot befürworten. Melissa Gira Grant argumentiert dagegen, dass dies eine zutiefst sexistische Auffassung von Prostituierten sei, wie sie eigentlich eher konservativen alten Männern unterstellt werden könnte: als unterdrückte Opfer, die es zu befreien gilt. Die aus dieser Bevormundung folgende Forderung, Prostitution gehöre verboten, wird aber kaum jemals von den Sexarbeiter_innen selbst vertreten.

In «Hure spielen» stellt Melissa Gira Grant, Journalistin und ehemalige Sexarbeiterin, die Dinge vom Kopf auf die Füße und lässt die Akteure selbst zu Wort kommen. Dabei entlarvt sie die Position von Alice Schwarzer & Co. als paternalistischen Willen zur Kontrolle und plädiert für einen grundsätzlich neuen Blick auf die Sexindustrie. Sie berücksichtigt auch männliche und transsexuelle Sexarbeit.

Mithu M. Sanyal, die bekannte feministische Kulturwissenschaftlerin, hat für die deutsche Ausgabe ein Vorwort geschrieben, in dem sie Grants Positionen in die deutsche und europäische Debatte einordnet.

Wer eine der Lesungen besuchen möchte, der notiert sich am besten folgende Termine:

17.10. Berlin

18.10. Hamburg

20.10. Köln

21.10. Bonn

Mehr Informationen zur Lesereise finden sich auf rosalux.de.

Das Buch:

Melissa Gira Grant

Hure spielen (Ad)

Die Arbeit der Sexarbeit

Deutsche Erstausgabe, August 2014

192 Seiten, Broschur

Edition Nautilus

ISBN 978-3-89401-799-6 

Nachtrag (06.10.2014): ein Interview mit Melissa Grant findet sich auf Spiegel online.

rmv

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