Transsexuelle haben Recht auf chirurgische Anpassung

Behandlungsanspruch vor Gericht erstritten – Krankenkassen mĂĽssen Brust-OP zahlen

Na gut, die Schlagzeile passt jetzt nicht direkt in den Blog, aber erwähnenswert ist sie allemal. Denn Transsexuelle sind ihrem Ziel zur völligen Anerkennung innerhalb der Gesellschaft einen Schritt näher gekommen. Denn das Bundessozialgericht hat jetzt darüber entschieden, dass in bestimmten Fällen die Krankenkassen für eine Brustvergrößerung bei Mann-zu-Frau-Transsexuellen aufkommen muss.

Bislang haben die Kassen die OP-Kosten grundsätzlich nicht ĂĽbernommen, da dies ein „Eingriff in gesunde Organe“ ist. Die Richter in Kassel aber bezeichneten die aus Sicht der Betroffenen notwendige Brust-OP als „Minderung ihres psychischen Leidensdrucks“ und gewährten einen Behandlungsanspruch. Sie legten weiterhin fest, dass, sofern trotz Hormonbehandlung nicht mindestens Körbchengröße A erlangt wurde, die Operation von der Krankenkasse bezahlt werden mĂĽsse. Sei jedoch Größe A bereits erreicht, bestehe kein Anspruch auf eine größere Brust.

Ebenso dĂĽrfe eine Genitaloperation nicht mehr Kriterium fĂĽr eine operative „Gesichtsfeminisierung“ sein.

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