Landgericht Schwerin verurteilt Prostituierte und Komplizen

Quartett raubte im vergangenen Jahr einem Bauunternehmer 22.500 Euro

Zu 36 bzw. zu 38 Monaten Haft sind am Montag eine 25-j√§hrige Prostituierte und ihr 33-j√§hriger Komplize vom Landgericht Schwerin verurteilt worden. Zwei weitere Mitangeklagte erhielten Bew√§hrungsstrafen. Hintergrund war ein √úberfall auf einen Freier im Juli des vergangenen Jahres. Das Quartett hatte den Bauunternehmer damals in ein Waldst√ľck bei Schwerin gelockt und ihm gewaltsam eine Tasche mit 22 500 Euro Bargeld entwendet.

Zur Tat soll es angeblich gekommen sein, weil die Schweriner Liebesdame dem Mann einen Denkzettel verpassen wollte – er hatte n√§mlich f√ľr ihre Dienste nicht bezahlt. Zumindest nicht gleich. Wie es in der Berichterstattung zum Fall hei√üt, habe er seine Schuld bei einem weiteren Treffen beglichen wollen. Per Handy soll er ihr dann einen Beweis f√ľr seine Solvenz geliefert haben. Er schickte ihr ein Foto auf dem eine Tasche mit 22.500 Euro Bargeld abgebildet war, die er bei sich trug. Warum der Gesch√§digte das tat, bleibt ein R√§tsel. Auch warum er √ľberhaupt soviel Bargeld mit sich herum trug. Angeblich hatte er dieses k√ľrzlich von der Bank abgehoben um damit seine Mitarbeiter zu entlohnen.

Das soll die Angeklagte kurzerhand zum Anlass genommen haben, zusammen mit ihren Komplizen zuzuschlagen. Noch am selben Tag wurde der 37 Jahre alte Freier mitsamt des Geldes in ein Waldst√ľck kurz vor Pinnow gelockt. Der Hauptt√§ter habe dort mit Gewalt die Tasche an sich gerissen und das Opfer geschlagen, hie√ü es in der Urteilsbegr√ľndung. Der zweite anwesende T√§ter sei nicht handgreiflich geworden. Die Prostituierte sowie ihre Bekannte hatten zu dieser Zeit bereits den Tatort verlassen.

Die Prostituierte gilt dem Gericht zufolge als ‚ÄěInitiatorin‚Äú mit ‚Äěerschreckend hoher krimineller Energie‚Äú. Daher auch die entsprechend hohe Haftstrafe. Ihr Komplize, der als Hauptt√§ter angesehen wurde, wurde wegen gef√§hrlicher K√∂rperverletzung und schweren Raubes verurteilt. Wegen schwerer K√∂rperverletzung hatte sich auch der zweite m√§nnliche Angeklagte zu verantworten. Dazu mussten er sowie die mitangeklagte Frau sich wegen Beihilfe zum Raub verantworten. Die Urteile sind allerdings noch nicht rechtskr√§ftig.

rmv

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