Gedenken an get├Âtete Prostituierte

20. November 2012

M├Ârder stellte sich am Montag der Polizei

Seit einigen Tagen ist eine unserer Kundinnen nicht mehr, mit 52 Jahren wurde sie aus dem Leben gerissen. Wie in den Medien zu lesen war, wurde sie am Sonntag tot in ihrer Rostocker Wohnung in der Doberaner Stra├če aufgefunden, ca. 2 Wochen soll ihre Leiche, laut Ostseezeitung, zu diesem Zeitpunkt schon dort gelegen haben. Die Prostituierte aus der Ukraine, die zuletzt in der Hansestadt ihre Dienste anbot, wurde Opfer eines Gewaltt├Ąters. Und dieser, ein 22-j├Ąhriger Rostocker und wahrscheinlich einer ihrer Freier, stellte sich der Polizei kurze Zeit sp├Ąter freiwillig. Was den Mann angetrieben hat, sei noch unklar, zitieren die Zeitungen die ermittelnde Staatsanwaltschaft.

Das Leben von vielen Prostituierten ist nicht einfach: ihr Berufsstand wird h├Ąufig als unmoralisch abgestempelt und ist gesellschaftlich wenig akzeptiert, nicht selten werden sie von Freiern und Zuh├Ąltern als fleischliche Ware angesehen, sie m├╝ssen um ihre Rechte und ihren Lohn k├Ąmpfen und, und, und. Wenn dann noch kranke Pers├Ânlichkeiten, ob mit psychischen St├Ârungen oder von Hass getrieben, meinen, ├╝ber Leben und Tod entscheiden zu k├Ânnen, dann wird die Situation nur unertr├Ąglicher.

Erst gestern wurde vor dem Bielefelder Landgericht der 42-j├Ąhrige Jakob F. aus Bad Salzuflen wegen heimt├╝ckischen Mordes an einer Prostituierten zu einer lebenslangen Gef├Ąngnisstrafe verurteilt.

Das ganze Team von Rotlicht-MV bedauert den Tod der Sexworkerin und trauert. Eine gesch├Ątzte, zuverl├Ąssige und wertvolle Person ist aus dem Leben gerissen worden. Wir f├╝hlen mit den Hinterbliebenen und sprechen diesen hiermit unser tiefstes Mitgef├╝hl aus.

rmv

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