Politische Arbeit gegen Einf├╝hrung der Freierbestrafung in Deutschland

29. Januar 2020

Berufsverband sammelt Geld f├╝r Projekt per Fundraising

Das ProstSchG dient nicht dem Schutz der Sexarbeitenden, sondern verschlimmert deren Situation. Bereits seit dem ersten ├Âffentlichen Entwurf des Bundesgesetzes hat dies der Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen (kurz BesD) gewusst und immer wieder klar Stellung bezogen. Verhindern konnten die Interessensvertreter_innen sowie zahlreiche weitere Mitstreiter von Fach dieses repressive B├╝rokratiemonster bekanntlich nicht.

Weil das Gesetz aber, freilich wie vorhergesehen, nicht ansatzweise sein eigenes Postulat erf├╝llt, kommen nun wieder etliche konservative Hardliner hervor um ein g├Ąnzliches Verbot von sexuellen Dienstleistungen zu fordern. Nat├╝rlich wieder im Gewand des sogenannten Schwedischen Modells.

… So weit so bekannt

Um dieser aufkeimenden, ├Âffentlichen Diskussion voller repressiver Ressentiments, Entsachlichung und von Doppelmoral gepr├Ągter Scheinargumentationen entgegenzuwirken, hat der BesD nun ein neues Fundraising-Projekt initiiert. Der Projektname: „Politische Arbeit gegen Einf├╝hrung der Freierbestrafung in Deutschland“

Es wird Geld gesammelt f├╝r einen sachlichen und faktenbasierten L├Âsungsungsansatz, wie man Sexarbeit vom gesellschaftlichen Stigma befreit, wie man f├╝r Prostituierte faire und gleichberechtigte Arbeitsverh├Ąltnisse schafft und wie man Frauen und M├Ąnner, die sich tats├Ąchlich in einer Notlage befinden (Beschaffungsprostitution, etc.), realistisch hilft. „Wir wollen eine Gesellschaft, in der das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung verteidigt und jede Form der Sexualit├Ąt akzeptiert wird, solange sie im Einvernehmen und zwischen Erwachsenen stattfindet.“, so das Statement des BesD.

Aktuell wird an einem Forderungskatalog mit folgenden Schwerpunkten gearbeitet (eine Auswahl):

  • Arbeitsvisum f├╝r Sexarbeitende
  • niedrigschwelliges Ausbildungs- und Fortbildungssystem, Professionalisierung
  • Umstiegsangebote massiv f├Ârdern
  • Bleiberecht f├╝r Opfer von Menschenhandel
  • Regelungen f├╝r Sexarbeitende nach ProstSchG abschaffen
  • Anerkennung als freier Beruf
  • Krankenversicherung nach Vorbild der K├╝nstler-Sozial-Kasse

Wer den BesD in seinem Anliegen finanziell unterst├╝tzen m├Âchte, findet alles weitere zum Projekt auf leetchi.com

Spenden sind noch bis Mitte Februar m├Âglich! Auf geht’s…

rde

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