Ungewollt ├Âffentliches Cybersexleben…

„Internet of Dongs“: Fachvortrag auf ccc congress 2018 zeigt eklatante Sicherheitsl├╝cken bei internetf├Ąhigen Vibratoren auf.

Heute k├Ânnen wir uns fast nicht mehr dem „Internet der Dinge“ entziehen. Wer online ist, ist es nicht nur mit PC, Smartphone und Tablet. Die moderne Informationsgesellschaft ist vernetzt. Sei es mittels K├╝hlschrank, Staubsauger, Kopfh├Ârer oder TischlampeÔÇŽ Alexa, Siri und Co. tun ihr ├ťbriges. In all den Aufz├Ąhlungen zum IdD fehlt aber meist ein ganz wichtiges Thema: Sexualit├Ąt. Warum eigentlich, schlie├člich haben sich menschliche Lust und Begierde mit als erstes ins digitale Zeitalter gefunden. Der Begriff Cybersex ist fest im Sprachgebrauch verankert. So haben sich auch seit langem schon smarte Dildos und Vibratoren in den Schlafzimmern der Welt etabliert.

Und wie steht es da mit dem Datenschutz, mit dem Schutz der Privatsph├Ąre der Sexspielzeugbesitzer? Schlecht! So jedenfalls das Urteil von Werner Schober in seimen Fachvortrag im Rahmen des chaos computer club congress 2018. Unter dem Titel „Internet of Dongs. A long way to a vibrant future“ referiert Schober ├╝ber das f├╝r seine Masterarbeit gew├Ąhlte Thema und speziell das daf├╝r beispielhaft untersuchte Sextoy: den „Panty Buster“ von Vibratissimo samt zugeh├Âriger Smartphone-App.

In dem 30-min├╝tigen Vortrag erfahren wir also teils Erschreckendes ├╝ber die installierte Soft- und Hardware. Ob ├╝ber unverschl├╝sselte Passw├Ârter, an die schon jeder halbwegs gute Informatiker gelangen und so auf alle Klardaten der Chatmitglieder zugreifen kann. Oder fehlende Autentifizierungspr├╝fungen. Oder einem ungesch├╝tzten App-Feature das Dritten allein mit einem kleinen Trick Zugang zu intimen Daten Fremder gew├Ąhrt. Die Liste ist lang..

Hei├čt, wer die App dieses smarten Sextoys f├╝ttert mit Fotos, intimen Nachrichten und Co., der darf nicht glauben, dass im Worst Case nicht nur Metadaten den Weg zu Unbefugten finden. Wer B├Âses im Schilde f├╝hrt, k├Ąme im gezeigten Beispiel spielerisch an intimes Material. Weiterhin ist auf einfachste Weise die Fernsteuerung des Ger├Ąts durch Dritte m├Âglich; mit etwas mehr Aufwand kann der Vibrator sogar komplett ├╝berbr├╝ckt oder gar neu eingestellt werden (Stichwort „Wardildoing“). Die Sicherheitsm├Ąngel sind besorgniserregend.

Wer sich den auf englisch gehaltenen Vortrag (bei Bedarf auch eine Simultan├╝bersetzung einschaltbar) anh├Âren/anschauen m├Âchte, der findet diesen auf media.ccc.de.

rde

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