5 Jahre SeLA – 5 Jahre feministische Fachberatung

10. Februar 2020

Rostocker Beratungsstelle nimmt Stellung zur aktuellen Diskussion um das Sexkaufverbot

Seit 2014 ber├Ąt und begleitet die Rostocker Beratungsstelle f├╝r Menschen in der Sexarbeit „SeLA“ ihre Klient_innen schon in der Doberaner Stra├če 7. Professionell und fachkompetent, dabei sich immer als akzeptierende Unterst├╝tzung f├╝r Sexarbeiter*innen verstehend, beantworten die beiden Mitarbeiterinnen Nadine Herrmann (M.A. Gender Studies, Universit├Ąt Freiburg) und Sandra Kamitz (M.A. Philosophie des Sozialen, Universit├Ąt Rostock) die Fragen der Prostituierten – meist zur rechtlichen Situation rund um das ProstSchG, Gesundheit, Familie, Schulden oder Gewerbeanmeldungen.

Anl├Ąsslich des 5ten Geburtstags der Beratungsstelle und insbesondere wegen der aktuell aufkeimenden Diskussion um das Sexkaufverbot hat die SeLA nun ├Âffentlich Stellung bezogen.

Zum Statement geh├Ârt auch noch einmal, die Intention und das Selbstverst├Ąndnis der Sela darzustellen. Danach wird die Entscheidung der Unterst├╝tzungsuchenden nicht infrage gestellt. Im Gegensatz, die SeLA habe sich bewusst f├╝r den Begriff ‚Sexarbeit‘ entschieden, „weil haupts├Ąchlich Personen unterst├╝tzt werden, die sich f├╝r diese T├Ątigkeit entschieden haben.“ Man konzentriere sich somit auf „die Anliegen/Bedarfe mit denen Menschen zur Beratung kommen“.

SeLA:

„Als bekennend feministische Beraterinnen sehen wir es auch als unsere Aufgabe, die vulnerable Gruppe unserer Klient_innen im Diskurs zu unterst├╝tzen.“

Zum Sexkaufverbot hei├čt es im Artikel au├čerdem:

„Die Entscheidungen zu politischen und rechtlichen Schritten in Richtung Sexkaufverbot w├╝rden die Arbeits- und Lebenssituationen von Sexarbeiter*innen sukzessive verschlechtern. SeLA r├Ąt dringend davon ab, in dieser Debatte von moralischen Motiven geleitet ├╝ber die Vielfalt, die freie Berufsaus├╝bung und die sexuelle Selbstbestimmung von Menschen hinwegzugehen. Sexarbeiter*innen d├╝rfen nicht entm├╝ndigt und zu Opfern erkl├Ąrt werden.“

Den ganzen Beitrag samt internationelan Studienergebnissen und auch einer kleinen Bestanderhebung f├╝r die Hansestadt Rostock gibt es hier.

rde

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