Menschenhandel und Zwangsprostitution in Deutschland

12. Oktober 2012

„Zeit Online“ berichtet ├╝ber das Leben einer ehemaligen Zwangsprostituierten

Das das Thema Zwangsprostitution ein unsch├Ânes Thema ist, dar├╝ber sollten sich alle einig sein. Auch wenn es h├Ąufig Freier nicht interessiert und manch ein Zuh├Ąlter gar f├Ârdert. Die ├Âffentliche Meinung tendiert daher immer wieder in die Richtung, dass es freiwillige Prostitution ├╝berhaupt nicht gebe – gar durch das liberale Prostitutionsgesetz gef├Ârdert w├╝rde.

Das Vorhandensein von Menschenhandel auf die Legalisierung der Prostitution zur├╝ckzuf├╝hren ist jedoch allzu einfach gedacht. Und immer wieder die Politik ins Spiel und in die alleinige Verantwortung zu bringen auch nicht der richtige weg. Wie gesagt, es f├Ąngt beim Freier an. Und dieser macht sich mit schuldig, solange er eine unfreiwillig sich als Hure verdingende Frau akzeptiert und keine moralischen Bedenken hat.

Zum Thema Zwangsprostitution hat Zeit Online seit gestern einen Bericht ver├Âffentlicht, in dem eine ehemalige Betroffene von ihrem 20-j├Ąhrigen Martyrium erz├Ąhlt. Ein tragisches Beispiel von Menschenrechtsverletzungen …

Wie schwer das Thema aber zu fassen ist, wird an der Zahl der in Hamburg arbeitenden Prostituierten deutlich, auf die sich die Zeit-Autorin st├╝tzt. Hier ist die Sprache von rund 2.250 Frauen, von denen laut LKA bis zu 95 Prozent unfreiwillig arbeiten w├╝rden. Schwer zu erfassen, weil andere Sch├Ątzungen von Polizei und Beratungsstellen in Richtung 4.000 Frauen gehen, manchmal ist auch die Rede von 6.000 – 7.000 Sexarbeiterinnen. Die Dunkelziffer ist halt enorm. Schon aus dieser Perspektive ist eine prozentuale Angabe von 95 – was ├╝beraus gewaltig ist – wenig repr├Ąsentativ. Auf welcher Grundlage diese Sch├Ątzung gemacht wurde, w├Ąre aber mal interessant zu erfahren …

Wie dem auch sei, gegen Zwangsprostitution anzugehen darf nicht nur Aufgabe von Politik und Justiz sein. Und Prostitution gesetzlich zu verbieten, ist definitiv keine L├Âsung.

rmv

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