Vorsicht bei Oralverkehr ohne Schutz

23. Juni 2014

Warum der Gebrauch von Kondomen sprichw├Ârtlich in aller Munde sein sollte

Wer Sex ohne Gummi anbietet oder ein solches Angebot entgegen nimmt, der muss auf kurz oder lang damit rechnen, sich mit sexuell ├╝bertragbaren Infektionen (STI) anzustecken. Zwar gibt es immer wieder Freier, die dieses Risiko f├╝r sich in Kauf nehmen oder das Ganze als eine Art Sport im Sinne von Russischem Roulett sehen. Daneben gehen aber auch Sexarbeiter/innen aufgrund von mangelnder Aufkl├Ąrung hin und wieder zu naiv mit dem Thema um. So kursiert unter vielen Menschen die f├Ąlschliche Annahme, Aids sei heilbar oder ein eingefangener Tripper sei nach einem schnellen und kurzen Besuch beim Arzt wieder weg. Vern├╝nftigerweise schl├Ągt das Gro├č der Prostituierten solche Freierw├╝nsche ab. Immerhin schaden die diversen Infektionen nicht nur der eigenen Gesundheit sondern letztendlich auch dem Gesch├Ąft.

W├Ąhrend einige der durch Bakterien oder Viren verursachten Krankheiten wie z.B. Aids, Hepatitis, Syphilis und Gonorrh├ (Tripper) landl├Ąufig bekannt sind, sind jene wie Chlamydien- und Trichomonadeninfektionen, Genitalherpes oder Feigwarzen weniger gel├Ąufig. Daneben k├Ânnen auch verschiedene Pilz- und Lausinfektionen die menschlichen Schleimh├Ąute massiv beeintr├Ąchtigen. Pr├Ąvention kann also immer nur Geschlechtsverkehr mit Kondom sein. Sexdienstleister sollten also unbedingt auf Safer Sex schw├Âren.

Auch Oralverkehr ohne Gummi birgt gesundheitliche Gefahren

Der Gebrauch von Kondomen bezieht sich jedoch nicht nur auf die vaginale oder anale Penetration. Was vielen nicht bewusst ist, ist dass diverse Infektionen ebenso den Mund- und Rachenraum betreffen oder ├╝ber diesen weiter gelangen k├Ânnen. ├ťbertragen durch Oralverkehr k├Ânnen die krankmachenden Erreger nicht nur Entz├╝ndungen der Schleimh├Ąute bzw. Bildung von Geschw├╝ren in Mund und Rachen (Herpes) verursachen. Wie auch bei einer Ansteckung durch Vaginal- oder Analverkehr kann eine Infektion zu Lebersch├Ąden (Hepatitis A + B), eitrigem Ausfluss aus Scheide/Penis (Gonorrh├ sowie Chlamydien) bzw. Anus (Gonorrh├Â), oder zu juckenden Entz├╝ndungen des Genitalbereichs (Feigwarzen) f├╝hren.

Am Ende muss aber jeder selbst entscheiden, wie er mit seiner und der Gesundheit seiner Mitmenschen umgeht – alle Folgen mit inbegriffen.

Wer sich online n├Ąher mit ├ťbertragungswegen, Symptomen, Pr├Ąvention und Behandlung von sexuell ├╝bertragbaren Infektionen befassen will, dem seien die Portale gib-aids-keine-chance.de bzw. forum.sexualaufklaerung.de – beide betrieben von der Bundeszentrale f├╝r gesundheitliche Aufkl├Ąrung (BZgA) – empfohlen.

Oder lest ├Ąltere Rotlicht-Weblog-Artikel wie diesendiesen oder diesen hier!

rmv

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