„Tacheles“ – viel gewollt aber wenig gekonnt

Warum der Talk am roten Tisch wenig brachte…

Am Sonntag lief auf Phoenix die Sendung „Tacheles – Talk am roten Tisch„. Thema: „Zwischen Lust und SĂĽnde: Prostitution verbieten?“ Zwei Dinge waren im Nachhinein ziemlich erstaunlich. Zum Einen, wie die Redaktion und auch Moderator Jan Dieckmann unterschwellig immer wieder versuchten die Prostitution ins schlechte und verbotene – ja wie der Titel schon sagt ins sĂĽndhafte – zu drängen. Und zweitens, dass dies eigentlich nur sehr wenig gelang.

So musste Dieckmann immer wieder betonen, dass die Hure in der Bibel ja der Inbegriff der SĂĽnde sei. Bis zur Minute 21 warf er das gleich 6 Mal in die Runde. Ganz der Pastor verstand es der 55-Jährige neben seiner SĂĽndenfrage auch ständig von Jesus, von Glaube, christlicher Moral etc. zu palabern. Ja, die Sendung wird von der Evangelischen Kirche in Deutschland getragen. Ja, die Sendung wird in einer Kirche aufgezeichnet. Ja, der Moderator war mal Pastor. Demnach muss es wohl so sein. Aber nervig war es trotzdem. Denn mehr als altbackenes und verstocktes Blabla-Gewäsch und pastorales Geplapper war es nicht wirklich. Und immer wieder tauchte ein irgendwie ätzend sĂĽffisantes Grinsen in seinem Gesicht auf – in komplett unpassenden Situationen. Vielleicht ist es ja so seine Art, aber daran sollte er arbeiten.

Warum Dieckmann sein Ziel nicht erreicht hat? Weil niemand in der Runde Sexarbeit als SĂĽnde betrachten wollte. Die Parteien verständigten sich eher darauf, ĂĽber WĂĽrde zu debattieren. Auch der Ausflug ins Publikum schlug fehl. Zwei der angesprochenen Damen waren Mitarbeiterinnen in Beratungsstellen (eine bei einer fĂĽr Prostituierte, die andere bei einer fĂĽr Opfer von Menschenhandel) tätig. Einer der Männer hatte durchaus eine liberale Einstellung, der andere kam nicht wirklich auf den Punkt. Wirklich ausreden lieĂź Dieckmann die Angesprochenen aber nicht, betitelte diese stets als „Fachpublikum“ und ging zum nächsten ĂĽber – wahrscheinlich war er darĂĽber enttäuscht, dass er keinen „Gutmenschen“ erwischte, der Sexarbeit pauschal verurteilte. Obwohl, der zweite Herr tat das ja, kam nur eben nicht zum Punkt.

Eine von Tacheles vorab getätigte Umfrage ergab weiterhin, dass nur 11 Prozent der Befragten fĂĽr ein Verbot der Prostitution stimmte. Man hat den Eindruck gehabt, dass auch das Herrn Moderator nicht zufriedenstellte. Dazu sprachen sich ja schon drei der vier Podiumsgäste fĂĽr die weitere Legalisierung aus. Von SĂĽnde also wenig zu sehen. Ăśber Lust hingegen – schlieĂźlich hieĂź die Sendung ja „Zwischen Lust und SĂĽnde …“ – wollte Dieckmann scheinbar nicht sprechen.

Aber nun zu den Gästen:

Zum Einen saĂźen wie angekĂĽndigt die Emma-Redakteurin Chantal Louis, der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen Prof. Dr. Christian Pfeiffer, der Bundestagsabgeordnete (BĂĽndnis 90/Die GrĂĽnen) Volker Beck, die Direktorin der Berliner Diakonie Susanne Kahl-Passoth und die Prostituierte und GrĂĽnderin des ‚Berufsverbandes erotische und sexuelle Dienstleistungen‘ Johanna Weber am Tisch . Zum Anderen sprach Jan Dieckmann dann noch separat mit einer Ex-Prostituierten – dazu aber später mehr.

Zu drei Gästen will ich hier jetzt gar nicht viel sagen:

Johanna Weber überzeugte durchweg mit einem sehr professionellen und ehrlichen Auftreten. Nicht nur sprach sie Misstände in jedweder Diskussionsführung (sobald es um Prostitution ginge) an, auch mahnte sie den Rechtfertigungsdruck und die Stigmatisierung von Prostituierten an. Dies und die damit einhergehenden Angst vieler vor einem Outing sorgen dafür, dass nur eine Minderheit der Sexarbeiterinnen in die Öffentlichkeit treten würden. Auch in ihrer weiteren Argumentation verstand es Weber schlich zu bleiben.

Susanne Kahl-Passoth war irgendwie die Schlichterin und Mediatorin zwischen den Parteien – passend zu ihrem Sitzplatz als auch zu ihrer Stellung zum Thema. Aber auch sie war stets sachlich und vernĂĽnftig. In einem Punkt wurde sie aber etwas energischer. Und zwar als sie explizit davor warnte (Mit Blick auf Chantal Louis), stets zu verallgemeinern und nur die negativen Seiten in den Vordergrund zu stellen.

Volker Beck, der 2001/2002 Mitinitiator des Prostitutionsgesetzes war, hält weiterhin den Ansatz für wichtig, die Rechte der Sexarbeiterinnen zu stärken. Dazu zählt auch eine notwendige Gesetzesänderung, dass opfer von Menschenhandel nicht nach einem Prozess ihre Abschiebung fürchten müssen.

Die Aufreger:

NatĂĽrlich war auch die Tacheles-Redaktion der Meinung die „Emma“ mit in die Runde zu lassen – ein Frauenmagazin welches ein irgendwie verzehrtes Weltbild und eine verqueren Ideologie verbreitet. Dieses mal vertreten durch Chantal Louis. Wie es im Team der Emma wohl gang und gäbe ist, zählt Selbstverherrlichung und Respektlosigkeit zum Alltag. So verstand es auch Louis unhöflich, hochnäsig und eingebildet aufzutreten.

Z.B. fällt sie Johanna Weber beim Thema Freiwilligkeit und Selbstbestimmtheit ins Wort und meint: „Ich höre viele andere Geschichten von Frauen mit denen ich viel spreche …“ Hier meint Louis im Endeffekt wohl, besser bescheid zu wissen als insgesamt Sozialarbeiterinnen, Sexarbeiterinen, Berufsverbandsmitglieder etc.. Also hat die Emma-Redakteurin nur ein einziges Ressort, mehr noch, ein einziges Themenfeld, welches sie bedient? Beschäftigt sie sich ausschlieĂźlich mit dem Prostitutionsgewerbe? Lebt sie im Milieu? Zumindest tut sie so, weil sie ja alles besser weiĂź.

An anderer Stelle spricht sie dem Berufsverband seine Daseinsberechtigung und seine Repräsentativität ab. Weiterhin verneint sie ins Wort fallend die von Beck genannte Statistik (beim Thema Schweden), spricht den Zahlen keine Glaubhaftigkeit zu. Selbst spielt Chantal Louis aber stets mit Prozentangaben, die ausschließlich auf Meinungen und Schätzungen beruhen und für die es keine empirischen belege gibt.

GlĂĽcklicherweise kommt die Frau nicht sehr oft zu Wort, dazu ist sie zu wenig Alice Schwarzer. Auf der Webseite der Sendung leider umso mehr. Hier taucht dann wieder die gängige Stammtischpolemik auf. Z.B.: „Dass man sich fĂĽr Geld Sex von einer Frau kaufen kann, ist fĂĽr ein gleichberechtigtes Miteinander desaströs.“ Also wieder das typische Opfer-Täter-Gebaren. Fazit: Louis redet häufig totalen Mist.

Zu Prof. Dr. Christian Pfeiffer: Der ehemalige Justizminister Niedersachsens enttäuscht. Zumindest was seine wissenschaftliche Qualifikation angeht.

Er argumentiert insgesamt sehr unseriös, platt, verallgemeinernd, polemisch und unreflektiert. Er postuliert nicht viel mehr als Meinung. Aber das scheint ganz so wie bei der in Wikipedia getroffenen Aussage zu sein: „Er wurde jedoch des Ă–fteren wegen seiner Art und Weise der Argumentation kritisiert, die viele als polemisch und verkĂĽrzt empfinden.“ Pfeiffer, der auch einer der schärfsten Kritiker von digitalen Unterhaltungsmedien ist, geriet in der Vergangenheit bereits häufiger wegen seiner Aussagen, Ăśberzeugungen und wegen mangelhafter Studien in die Kritik.

Der 69-Jährige erwähnte u.a. auch ein vermeintlich statistisches Verhältnis zwischen Prostituierten und Missbrauchsopfern. So habe eine Studie aus den 90er Jahren ergeben, dass rund 50 Prozent der Prostituierten in Berlin in der Kindheit misshandelt wurden. Welche Studie das sein soll, ließ er unerwähnt. (Wenn ich die ausfindig machen sollte, werde ich zu einem späteren Zeitpunkt hier im Blog was zu schreiben.) Daneben hätte eine modernere Studie ergeben, dass das sogar auf über 80 Prozent der Sexarbeiterinnen zutreffen würde. Auch diese Studie nannte er nicht beim Namen. Wahrscheinlich bezog er sich auf die hier bereits öfter als völlig repräsentativ bewertete Erhebung “Prostitution and Trafficking in Nine Countries: An Update on Violence and Posttraumatic Stress Disorde”. (siehe hier).

Kurze Zeit später behauptet Herr Doktor Pfeiffer: „Was in Bordellen/Flatrate-Bordellen tagtäglich passiert ist: die MenschenwĂĽrde mit FuĂźen treten lassen„. Und das, obwohl er seinen AusfĂĽhrungen zufolge nie Einblick in auch nur ein einziges Bordell gehabt habe.

Pfeiffer Vermischt Menschenhandel und Prostitution nur allzu gern, er kommt mit Halbwahrheiten, Mythen und Zerrbildern daher und betont ein paar mal ganz theatralisch die WĂĽrde des Menschen. Ja, er hat recht wenn er zitiert „die WĂĽrde des Menschen ist unantastbar“. Aber was ist mit der WĂĽrde und dem Recht der Frauen ihren Beruf frei wählen zu dĂĽrfen… Pfeiffer argumentiert nicht ein einziges Mal faktisch und seriös. Insgesamt argumentiert das SPD-Mitglied eher wie ein CDU/SCU-Politiker, zumindest was die Ziele Ăśberwachung, Kontrolle, und Polizeigewalt betrifft.

Den Beifall, den er einheimst, bekommt er wahrscheinlich weniger ob seines ĂĽberzeugenden Gebarens, denn mehr aufgrund mehrerer ganz trivialen Tatsachen. Sein Vorteil: er besticht durch eine angenehme Stimme, ein charismatisches Auftreten, durch Lebenserfahrung und einer erfolgreiche Karriere – er ist und war Amtsträger. Wäre Herr Pfeiffer eine unsympathische Person, Anfang 20 mit krächzender Stimme, wĂĽrde er wohl kein Gehör finden.

Einzig Johanna Weber wies enttäuscht darauf hin, das es unverständlich ist, warum er und Louis Applaus einheimsen, für Aussagen deren Grundlage (also die genannten Zahlen) reine Schätzungen ohne jegliche Beweiskraft sind.

Gehörte und nichtgehörte Stimmen

Neben den Gästen kommen aber auch andere Personen zu Wort. Da waren die oben erwähnten, kurz mal erhörten Stimmen aus dem Publikum. Dann jene aus dieser eher banalen Umfrage. Ja, um die Umfrage einzublenden schnitt der Moderator noch ganz frech Volker Beck das Wort ab. Dabei war Beck gerade dabei interessanter Denkanstöße in puncto Gesetzeslage anzufĂĽhren. Das geschah aber auch noch ein zweites Mal – da wechselte Dieckmann dann einfach das Thema. AuĂźerdem kam Volker Beck bis zur 29. Sendeminute sage und schreibe nur ein einziges Mal zu Wort.

Zurück zu den gehörten Stimmen. Ein weiterer Ausflug weg vom roten Tisch: Dieckmann gesellt sich an einen Monitor, wo ihn schon die Tacheles-Redakteurin Lena Brunn erwartet. Um den Anschein eines modernen Fernsehformats zu erwecken werden nun Meinungen aus der Facebook-Gemeinde vorgetragen. Frau Brunn liest diese lediglich vor und umrahmt das ganze mit einem überspitzt theatralischen bzw. zappelig albernen Habitus. Das ganze war nicht nur überflüssig sondern auch kontraproduktiv, da in dieser Zeit die Podiumsgäste erneut nicht zu Wort kommen konnten.

Dann ein kurzer Einspieler des ZDF in Minute 28. Darin wird tendenziös und Ă„ngste schĂĽrend ĂĽber das Milieu berichtet, mit populistischen Vorurteilen gespielt – ganz im Sinne des Moderators. Der greift diese sogleich auf, so z.B. das Thema Flatrate-Bordelle. Und das obwohl nur kurz vorher noch Johanna Weber erklärte, dass es verhältnismäßig gar nicht so viele Flatrate-Bordelle in Deutschland gebe.

Und schlieĂźlich war da noch Nadine Winterstein, eine Ex-Prostituierte aus Hamburg. Wiederum verlieĂź Dieckmann die Empore und gesellte sich zu dieser an einen Stehtisch – fĂĽr ganze 5 Minuten. So lange hatte keiner der anderen Gäste Redefreiheit am StĂĽck. Fräulein Winterstein erzählte hier also ĂĽber ihre teils unangenehmen Erfahrungen im Milieu.

Was man sich aber fragt: In der Runde sitzt doch schon eine Prostituierte, dazu eine, die sich fĂĽr ihre Zunft sowohl rechtlich als auch sozial und politisch engagiert, eine die einen Berufsverband gegrĂĽndet hat, die mit Beratungsstellen und Institutionen zusammenarbeitet. Warum nun eine Frau Winterstein? OK, sie beleuchtet eine andere Seite des Gewerbes. Aber warum findet sie mehr Gehör? Warum wird sie unter vier Augen zum Interview bestellt? Achja: weil Hurerei eine SĂĽnde ist…

Das wird auch deutlich, da ja über Johanna Weber gesagt wird, sie sei nicht repräsentativ. Frau Winterstein und ihren Ausführungen wird hingegen hellhörige Aufmerksamkeit geschenkt. Mit voller Absicht werden etwaige Schattenseiten des Milieus aufgebauscht und in den Vordergrund geschoben. So auch Wintersteins Aussage 99,9 Prozent der Sexarbeiterinnen seien von psychischen Problemen betroffen.

Was heiĂźt psychische Probleme? Sind die 99,9 % in psychologischer Behandlung, leiden sie unter Depressionen …? Wie kategorisiert sie jene Probleme? Worin haben die ihre Ursache? Welche empirische Relevanz hat diese Aussage? Woher hat die Interviewte ĂĽberhaupt diese Zahl? Etliche Menschen in anderen Berufszweigen (Leiharbeit, Pflegeberufe, Reinigungsdienst etc.) sind doch auch von Ă„ngsten und seelischen Problemen betroffen. MĂĽsste die Lösung dann nicht sein, die Arbeitsbedingungen zu verbessern und nicht den Beruf abzuschaffen?

Unstimmigkeiten in der Vita von Nadine Winterstein

Sehr seltsam ist in der Person Nadine Winterstein aber was ganz anderes. Auf der Webseite von Tacheles wird das Interview zwischen Dieckmann und Winterstein wie folgt wiedergegeben – also der Teil, in dem es um den Grund fĂĽr ihren Ein- bzw. Ausstieg aus dem Milieu geht:

„Ich war mit einem Mann zusammen, der schon ein Bein im Milieu hatte. Ich habe zu der Zeit auf dem Hamburger Kiez in einer Kneipe gearbeitet und somit den Kontakt in das Milieu gehabt, also zu Zuhältern und Prostituierten. Ich musste bei der Trennung unter Drohungen binnen 24 Stunden aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen. Da blieb fĂĽr mich nur die Frage, unter der BrĂĽcke zu schlafen oder ins Bordell zu gehen. Und da habe ich mich fĂĽr den Weg ins Bordell entschieden. Ich wollte aber nur kurz bleiben, bis ich meine wohnliche und finanzielle Situation wieder im Griff habe. „

„Mein Ausstieg ging ĂĽber eine Razzia, ich habe ausgesagt und Zeugenschutz bekommen. Der Ausstieg ist nicht leicht. Wenn man da einmal drin hängt, ist es wie eine Sucht, weil es eine Welt fĂĽr sich ist. Von den Leuten wird einem suggeriert, dass es eine Familie ist. Es ist Zuckerbrot und Peitsche.“

Der Teil zum Ausstieg hörte sich wörtlich in der Sendung aber anders an:

Frage:„Sie sind 2007 ausgestiegen aus diesem Gewerbe. Ist das leicht gefallen?“

Antwort:„Ă„hhm, ich muss dazu sagen, ich habe da nur aufgehört zu arbeiten und das ist mir leicht gefallen, weil ich habe hauptsächlich in der Tagesschicht gearbeitet, die es damals da noch gab. Und ähhm, bin dann … ich bin aber dem Haus treu geblieben als Freundin … das ist jetzt ein bisschen schwer zu erklären. Mein Ausstieg war im September 2009 und das ging ĂĽber ne Razzia und ne Aussage und Zeugenschutz. Ich sag mal das war nicht ganz freiwillig. Der Ausstieg ist nicht leicht, also es ist wirklich wie … wenn man da einmal drin hängt, wie ne Sucht, weil es ist ne Welt fĂĽr sich. Und und die Leute suggerieren auch immer: das ist die Familie und und … hmmm … Zuckerbrot und Peitsche. Es ist wirklich schwer, das jemandem zu erklären, der da so gar keinen Blick hat.“

Also ich wundere mich… Aber damit noch nicht genug, denn was bei Tacheles komplett unerwähnt bleibt ist, dass Winterstein öffentlich eigentlich als Fach-Journalistin und Autorin auftritt. Sie schrieb die BĂĽcher „Stop Loverboys“ und „IM ROTLICHT – Journalistin drei Jahre undercover im Rotlichtmilieu“.

Undercover im Rotlichtmilieu? Wie jetzt? Was heiĂźt Undercover? Laut kress Mediendienst habe sie 2006 – 2007 eine Undercover-Recherche im Hamburger Rotlichtmilieu gefĂĽhrt. Auf epubli.de seht ĂĽber sie:

„Erstmals in Kontakt kam die Autorin mit Menschenhandel bei einem Volunteering in der Mongolei. Dort arbeitet sie fĂĽnf Monate fĂĽr die Asia Foundation, die sich in Asien aktiv um Opfer von Menschenhandel kĂĽmmert. ZurĂĽck in Deutschland wusste die heutige Fach-Journalistin genau, worin ihr Ziel lag. Sie wollte aufklären. Neben drei Jahren verdeckter Recherche im Hamburger Rotlichtmilieu absolvierte sie ein Volontariat sowie ein Studium zur Fach-Journalistin. Seit November 2010 arbeitet Nadine Winterstein als freiberuflich Fach-Journalistin mit Schwerpunkt Menschenhandel.“

In der Beschreibung zu ihrem Buch „Im Rotlicht“ steht:

„Drei Jahre recherchierte die Autorin verdeckt in einem Hamburger Nobel-Puff. Herausgekommen ist ein EnthĂĽllungsbuch der Superlative. Niemals zuvor erhielt der/ die Leser/in einen schonungsloseren Einblick in die angebliche Glamourwelt des Rotlichtmilieus. Zusätzlich liefert das Buch zahlreiche Fakten zu den Themen Menschenhandel, Zwangsprostitution, das deutsche Prostitutionsgesetz, die Gefahr Loverboy, die Hierarchieebenen im Rotlichtmilieu sowie die ganz eigenen Erfahrungen der Fach-Journalistin.“

Die Qualität der Bücher jetzt mal außen vor, ich kenne sie (noch) nicht, und vielleicht sind sie ja wertvoll und erkenntnisreich. Aber was soll die Sache mit der Undercover-Recherche? Und wenn Winterstein wirklich Journalistin wäre, zumindest eine ernstzunehmende, dann läse es sich auf ihrem Twitter-Account anders. Dort nähmlich zeigt sie sich völlig tendenziös: verlinkt beinahe ausschließlich und komplett unkommentiert Negativschlagzeilen.

Hat die Tacheles-Redaktion hier geschlampt oder wissentlich falsche Tatsachen verbreitet, bzw. wichtige Tatsachen einfach auĂźen vor gelassen? Das kennen wir doch nun schon von „Mission Freedom“. Oder ist Winterstein selbst hier die Schauspielerin? Warum geht hier ihre Geschichte inhaltlich soweit auseinander? Wer ist die Frau?

Jetzt an dieser Stelle ist die Sendung endgĂĽltig bei mir unten durch. Es reichte ja schon, dass sich der Moderator in der ersten Hälfte mit seinem pastoralen Gelaber inszenieren musste und seinen Gästen stets an völlig unpassender Stelle, nach nur drei-vier Sätzen das Wort abschnitt. Nachdem die Tacheles-Macher verzweifelt versuchten der Prostitution ein kriminelles und sĂĽndhaftes Gesicht zu geben. Nachdem diese sich vergebens bemĂĽhten, die Sendung modern (multimedial) und liberal zu gestalten – vergebens, weil man nie aus der verstaubten und konservativen Ecke (Bibelzitate en masse) heraus kam. Und dann noch diese komische Ex-Prostituierte.

rmv

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